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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Forschung: Signalweg in den Zellkern
Ein Forschungsteam der Universität Freiburg hat herausgefunden, wie das Pflanzenhormon Auxin innerhalb der Zelle transportiert wird und wie dieser Signalweg dazu beiträgt, das Ablesen von Genen im Zellkern zu steuern. Auxin reguliert in Pflanzen eine Vielzahl von Prozessen - von der Embryonalentwicklung zur Bildung von Organen bis hin zu Reaktionen auf Veränderungen in der Umwelt. Das Team hat seine Studie im Fachjournal „Cell Reports“ veröffentlicht.
Wissenschaftliche Modelle gehen davon aus, dass Auxin zur Erfüllung seiner Funktion mit weiteren Proteinen zusammenspielt: mit Rezeptoren im Zellkern, an die es binden kann, mit Transkriptionsfaktoren, die das Ablesen von Genen auslösen, und mit transkriptionalen Repressoren, die dieses Ablesen verhindern. Erhöht sich der Auxin-Gehalt im Zellkern, bilden Rezeptoren und Repressoren so genannte Co-Rezeptor-Komplexe. Sind die Repressoren auf diese Weise gebunden, können die Transkriptionsfaktoren das Ablesen von Genen in Gang bringen. Da der Auxin-Gehalt im Zellkern für diese Vorgänge offenbar maßgeblich ist, ging das Team der Frage nach: Wie gelingt es Auxin, in den Zellkern einzudringen, und wie wird dieser Prozess gesteuert?
Um dies zu ergründen, setzten die Freiburger Forscherinnen und Forscher, unterstützt von Kolleginnen und Kollegen aus München und Okayama/Japan, neuartige fluoreszierende, Auxin nachahmende Moleküle in einzelne Zellen ein. Damit gelang es ihnen, die Ansammlung von Auxin in der Zelle nachzubilden, ohne die von Auxin im Zellkern ausgelösten Prozesse zu starten. Sie zeigten, dass sich das Ersatzmolekül vor allem im Endoplasmatischen Reticulum (ER) konzentrierte. Das ER ist ein flaches Röhrensystem, das die Kernmembran erweitert und daher direkt mit dem Zellkern verbunden ist.
Im nächsten Schritt untersuchte das Team, wie das ER, der Kern sowie weiteren Zellbestandteile im Hinblick auf die Auxin-Aufnahme in den Kern zusammenspielen. Gegenwärtig gibt es jedoch keine geeigneten Methoden, um den Auxin-Transport zwischen verschiedenen Untereinheiten der Zelle direkt zu messen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickelten daher einen theoretisch-experimentellen Ansatz, der es ihnen erlaubte, mithilfe einer Kombination von Mikroskopie-Technik, quantitativer Datenanalyse und mathematischer Modellierung zu beobachten, wie einzelne Pflanzenzellen auf das zeitlich abgestufte Einbringen von Auxin reagieren. Aus ihren Ergebnissen folgerten sie, dass es sich beim Auxin-Fluss aus dem ER in den Kern um einen bedeutenden Signalweg innerhalb der Zelle handelt, der eine dominante Rolle dabei spielt, den Auxin-Gehalt im Zellkern zu regulieren - und der damit die Prozesse, die Auxin dort auslöst, maßgeblich unterstützt.
An der Studie waren Dr. Cristina Dal Bosco, Dr. Alexander Dovzhenko und Prof. Dr. Klaus Palme von der Abteilung für Molekulare Pflanzenphysiologie am Institut für Biologie II und Dr. Alistair Middleton und Prof. Dr. Christian Fleck vom Zentrum für Systembiologie (ZBSA) der Universität Freiburg beteiligt. Klaus Palme ist Mitglied des Freiburger Exzellenzclusters BIOSS Centre for Biological Signalling Studies. (Quelle. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau)

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