Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Forschung: Rätsel des pflanzlichen Immunsystems gelöst

Wie bauen Pflanzen eine Resilienz auf? Ein internationales Forschungsteam hat die molekularen Mechanismen des pflanzlichen Immunsystems untersucht.

Lennart Mohnike sammelt Blattmaterial von bakteriell infizierten Pflanzen. Bild: Philipp William Niemeyer.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des 2016 gegründeten Internationalen Graduiertenkollegs „PRoTECT“, einer Kooperation der Universität Göttingen und der University of British Columbia in Vancouver, untersuchten Wirkstoffmechanismen des Immunsystems der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana). Ziel war, ein bestimmtes Gen einer besonders krankheitsresistenten Pflanze zu charakterisieren. Das Team beobachtete, dass Pflanzen, die dieses bisher nur unzureichend beschriebene Gen nicht besitzen, aktive Säuren stark anreichern. Darüber hinaus zeigen diese Pflanzen eine deutlich erhöhte Resistenz gegenüber Krankheitserregern, welche allerdings mit einem stark verringerten Wachstum einhergeht.

„Uns ist es gelungen, den molekularen Zusammenhang zwischen dem Genprodukt und der Inaktivierung der Säuren bei normalem Pflanzenwachstum zu entschlüsseln“, sagt Prof. Dr. Ivo Feußner vom Göttinger Zentrum für Molekulare Biowissenschaften. Dieses Zusammenspiel zu verstehen, stellt einen vielversprechenden Ansatz dar, um die natürliche Resistenz von Nutzpflanzen zu verbessern. „Die grundlegenden Ergebnisse können damit Züchterinnen und Züchtern dienen, weniger anfällige Pflanzen zu isolieren“, so Lennart Mohnike, Erstautor der Studie, „dies bietet einen wichtigen Lösungsansatz zur Erhöhung der Nahrungsmittelsicherheit und könnte einen reduzierten Pestizidgebrauch zur Folge haben“. (pug)

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