Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Forschung: Produktion auf salzhaltigen Böden

Der steigende Meeresspiegel und Dürreperioden, beides Folgen des Klimawandels, wirken sich vielerorts auf Küstengebiete aus: So nimmt unter anderem der Salzgehalt in Böden zu, die Böden degradieren und die Landwirtschaft, etwa in Europa und Nordafrika, gerät unter Druck.

Neben Quinoa untersuchen die Forschenden im Projekt SALAD noch drei weitere Kulturpflanzen – Tomate, Kartoffel und Neuseeländischen Spinat – auf ihre Salzverträglichkeit. Bild: ILVO.

Ein internationales Team unter Beteiligung von Forschenden der Universität Oldenburg befasst sich nun mit der Frage, wie sich die Landwirtschaft künftig an diese veränderten Bedingungen anpassen und so zur Nahrungsmittelsicherheit beitragen kann. Ziel des mit Mitteln der Europäischen Union geförderten Vorhabens ist es, die Lebensmittelproduktion im Mittelmeerraum und in der Nordseeregion auch auf potenziell salzhaltigen Böden zu ermöglichen und sie widerstandsfähiger gegen den Einfluss des Klimawandels zu machen.

An dem Projekt SALAD (Saline Agriculture as a Strategy to Adapt to Climate Change) sind elf Universitäten und Praxispartner aus den Niederlanden, Belgien, Ägypten, Italien und Marokko beteiligt. Die Leitung des Vorhabens, das die EU im Rahmen des ERA-NET-Programms mit insgesamt rund 1,3 Mio. Euro fördert, liegt bei der Freien Universität Amsterdam. Die Forschenden untersuchen unter anderem, mit welchen Methoden etwa der Anbau von Kulturpflanzen an salzhaltige Böden angepasst werden kann und wie hoch das Marktpotenzial dieser Pflanzen ist. Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch stehen im Mittelpunkt der Oldenburger Teilprojekte, die der Ökonom Prof. Dr. Bernd Siebenhüner und die Nachhaltigkeitswissenschaftlerin Dr. Leena Karrasch leiten. Ziel ist unter anderem, Fallstudien und Projektergebnisse zusammenzutragen und effektive Lösungen und Governance-Optionen zu identifizieren, die einerseits spezifisch nutzbar und andererseits auf verschiedene Situationen und Standorte übertragbar sind. Neben einem intensiven Kontakt mit den beteiligten Partnern baut das Projektteam unter anderem eine Datenbank auf, die auch über das Projektkonsortium hinaus zugänglich sein wird. (Universität Oldenburg)

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