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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Forschung: Pflanzlicher Dialog auf molekularer Ebene
Biologen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben in Zusammenarbeit mit Forschern der Uni Tübingen, der Uni Tromsø, der UC Davis und des Sainsbury Laboratory in Norwich entdeckt, auf welche Weise Tomatenpflanzen den Teufelszwirn als Schädling erkennen: Der Parasit besitzt ein Protein in seiner Zellwand, das von einem Rezeptor der Tomate als „fremd“ erkannt wird. Die Ergebnisse wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications vorgestellt.
Der Teufelszwirn, Cuscuta spp., ist eine parasitierende Schlingpflanze, die mittels spezieller Saugorgane in Wirtspflanzen eindringt und sich so mit Wasser, Mineralien und Kohlenhydraten versorgt. Der Parasit befällt und schädigt auch Kulturpflanzen wie Raps, Mais, Soja, Lein oder Futterklee. Die Infektionen werden vom Wirt normalerweise nicht erkannt – einige Tomatenarten jedoch wehren sich aktiv und bilden verholztes Gewebe aus, die das Eindringen der Saugorgane verhindern. Biologen der FAU fanden in früheren Untersuchungen heraus, dass diese Tomaten einen speziellen Rezeptor besitzen, den Cuscuta-Rezeptor 1 (CuRe1), der die Abwehrreaktion auslöst. Bislang unbeantwortet jedoch blieb die Frage, wie der Rezeptor erkennt, dass durch den Teufelszwirn Gefahr droht.
Diese Frage konnten die Forscher nun beantworten: Der Teufelszwirn besitzt einen spezifischen Marker – ein sogenanntes Glycin-reiches Protein (GRP) – in ihrer Zellwand. Mit ihrem Rezeptor CuRe1 erkennt die Tomate das molekulare Muster des GRP, identifiziert den Teufelszwirn als Angreifer und löst die Immunreaktion aus. Die neuen Erkenntnisse über den molekularen Dialog zwischen Cuscuta-Marker und Tomaten-Rezeptor könnten dazu beitragen, die Resistenz von Kulturpflanzen gegenüber pflanzlichen Parasiten zu erhöhen. (FAU)

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