Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Forschung: Neue Lebensräume für Hummeln, Schmetterlinge und Co

Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein von der Universität Freiburg leitet europäisches Projekt "RestPoll" zur Förderung von Bestäubern.

Das Projekt "RestPoll" will Lebensräume für Bestäuberinsekten dauerhaft wiederherstellen und vernetzen. Bild: GABOT.

Bienen, Hummeln, Käfer und andere Bestäuber finden in Europa immer weniger Lebensräume. Das groß angelegte, von der EU mit gut sieben Millionen Euro geförderte Projekt „Restoring Pollinator habitats in Europe“ (RestPoll) will Lebensräume für Bestäuberinsekten dauerhaft wiederherstellen und vernetzen. Das Projekt wird geleitet von Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein, Professorin für Naturschutz und Landschaftsökologie an der Universität Freiburg. Ziel ist es, die Gesellschaft mit Instrumenten auszustatten, die den Rückgang der Wildbestäuber umkehren und Europa zu einem Vorbild bei der Wiedergewinnung ihrer Lebensräume machen können. Das sei sowohl für die Artenvielfalt als auch für die Ernährungssicherheit von großer Bedeutung, sagt Projektleiterin Klein: „Wir wollen eine künftige Landnutzung unterstützen, die in ganz Europa biodiversitätsfreundliche und fruchtbare Landschaften hervorbringt.“

Europaweites Netz von 18 Forschungsgebieten

Im Zentrum des Projekts steht ein europaweites Netz von 18 Gebieten in vierzehn Ländern, die als Fallstudien und „Living Labs“ (Lebende Labore) dienen. Hier werden beispielhaft Lebensräume von Bestäubern wiederhergestellt und erforscht – ein Fokus liegt dabei auf Agrarlandschaften und der Beteiligung unterschiedlicher Akteur*innen. „RestPoll“ arbeitet deshalb mit vielen verschiedenen Partner*innen entlang der Wertschöpfungskette von Nahrungsmitteln zusammen; die Bandbreite reicht von einzelnen Landbewirtschaftern bis zu Regierungen. Die Akteur*innen sollen durch neu entwickelte, partizipative Ansätze auf ökologischen, sozialen und politischen Ebenen eingebunden werden.

Das „RestPoll“-Konsortium vereint dabei Fachwissen aus 16 Ländern, vertreten sind unter anderem Natur- und Sozialwissenschaftler*innen, 23 Forschungseinrichtungen, eine Nichtregierungsorganisation, drei Unternehmen, drei Ministerien und ein Nationalpark. Das Auftakttreffen mit allen Partnern fand Ende November in Lund/Schweden statt; an der dortigen Universität ist Projektleiterin Alexandra-Maria Klein zurzeit Gastprofessorin. Das Projekt „RestPoll“ ist zunächst auf vier Jahre angelegt.

Faktenübersicht

Das Projekt „RestPoll: Restoring Pollinator habitats in Europe“ (Wiederherstellung der Lebensräume von Bestäubern in Europa) hat im Herbst 2023 begonnen, es läuft vier Jahre.
Projektleiterin Alexandra-Maria Klein ist Professorin für Naturschutz und Landschaftsökologie an der Universität Freiburg. Im Zentrum ihrer Forschung stehen Fragen nach dem Zusammenspiel von Ökosystemen und Biodiversität, wie zum Beispiel nach der Rolle von Bienenvielfalt für die Bestäubung in sich verändernden Ökosystemen. Zurzeit ist Klein Gastprofessorin am Zentrum für Umwelt- und Klimawissenschaft der Universität Lund/Schweden.
Das Projekt „RestPoll“ wird gefördert vom EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon Europe“ unter der Nummer 101082102. Die Gesamtfördersumme beträgt gut 7 Mio. Euro.

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