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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Forschung: Nachhaltige Gestaltung von Agrarlandschaften
Intensivere Landwirtschaft führt in der Regel zu weniger Artenvielfalt und gefährdet wichtige Ökosystemleistungen. Ein Instrument der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union sind sogenannte AUM, die landwirtschaftliche Produktion und Biodiversität in Einklang bringen sollen.
Ihre Wirksamkeit ist allerdings umstritten, auch weil sie meist auf einzelnen und teilweise isolierten Flächen umgesetzt werden, während die Förderung vieler Arten Maßnahmen auf größeren räumlichen Ebenen erfordert. Das Bundesamt für Naturschutz und das Bundesumweltministerium fördern das Projekt „Kooperativ“ fünf Jahre lang mit insgesamt rund 2,4 Mio. Euro im Bundesprogramm Biologische Vielfalt.
Der innovative Ansatz des Projekts zielt auf eine kooperative und nachhaltige Gestaltung von Agrarlandschaften ab. „Durch Kooperation und Teilhabe wollen wir gemeinschaftliches Denken und Handeln fördern und lösungsorientiertes Fachwissen generieren“, erläutert Projektkoordinator Dr. Stefan Schüler von der Universität Göttingen. „Im Projekt bringen wir die verschiedenen Akteurinnen und Akteure aus landwirtschaftlichen Betrieben, dem Naturschutz, Gemeindeverwaltungen und der Wissenschaft zusammen“, ergänzt Dr. Annika Hass, die als Agrarökologin an der Universität Göttingen vor allem die Biodiversität und Ökosystemleistungen im Projekt untersucht.
Die Projektregion liegt im Landkreis Northeim in Südniedersachsen, wo 41 landwirtschaftliche Betriebe mit Unterstützung von neun Gemeinden und mehreren Naturschutzverbänden schon 2023 rund 250 Hektar mehrjährige Blühflächen eingerichtet haben. „In den kommenden fünf Jahren untersuchen wir, wie sich die Artenvielfalt von Vögeln, Bienen und Laufkäfern verändert und ob es Steigerungen der Ökosystemleistungen Bestäubung und biologische Schädlingskontrolle gibt“, so Prof. Dr. Catrin Westphal, Leiterin der Abteilung Funktionelle Agrobiodiversität & Agrarökologie an der Universität Göttingen.
Zudem analysieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie kooperative AUM kosteneffizient und dauerhaft umgesetzt und wie kooperative Maßnahmen durch lokale Institutionen gefördert werden können. „Nach drei Jahren intensiver Vorarbeit haben sich bereits viele Kooperationen zwischen den landwirtschaftlichen Betrieben, der Verwaltung und den beteiligten Universitäten etabliert, die eine wichtige Voraussetzung für dieses Projekt sind“, ergänzt Manuel Bartens, Geschäftsführer beim Landvolk Northeim-Osterode.

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