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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Forschung: Mehr KI im Gartenbau
Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und selbstlernender Robotik im Gartenbau stand im Fokus einer Podiumsdiskussion im Rahmen der öffentlichen Mitgliederversammlung des Zentralverbandes Gartenbau während des Deutschen Gartenbautages am 8. September 2023 in Mannheim. Dabei diskutierte Prof. Dr. Jana Zinkernagel, Professorin für Gemüsebau an der Hochschule Geisenheim, mit weiteren Experten die Möglichkeiten neuer Technologien.
Konkret berichtete die Geisenheimer Wissenschaftlerin über die Chancen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz in der Bewässerungssteuerung des Freilandgemüsebaus. Für die Steuerung von Düngung und Bewässerung hat sich im Projekt GeoSenSys künstliche Intelligenz am Beispiel von Spinat bewährt. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines georeferenzierten Sensor-gestützten Expertensystems zur teilflächenspezifischen gekoppelten Stickstoffdüngungs- und Bewässerungssteuerung im Freilandgemüsebau. Dabei werden Informationen der Bodencharakteristik, der Kohlenstoff-Stickstoff-Dynamik, der Bestandsentwicklung und des Bewässerungsbedarfs durch intelligente Regelsysteme verbunden und in einer browserbasierten Webanwendung so visualisiert, dass sie für die Anwenderinnen und Anwender als teilflächenspezifische Entscheidungshilfe dienen können.
Um dies zu erreichen, werden bestehende Technologien, etwa aus dem Ackerbau, auf die kleinräumigeren Bedürfnisse des Gemüsebaus angepasst oder für diesen Zweck weiterentwickelt. Der Bewässerungsbedarf beispielsweise wird durch die Verbindung aus Wasserbilanzierung aus der Geisenheimer Steuerung und neuronalen Netzwerken (ANNI) abgeleitet. Die wissenschaftliche Prüfung des modellierten Wasserbedarfs erfolgt mit Hilfe der Messung der aktuellen Evapotranspiration, die Prüfung des modellierten Stickstoffbedarfs anhand von Bodenproben.

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