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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Forschung: Kirschblüte verzögern, um Frostschäden zu verringern
Bei einer weiteren Süßkirschsorte sowie zwei Apfelsorten hatte die Behandlung keine signifikante Wirkung auf die Blütezeit. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift BMC Plant Biology veröffentlicht.
Die Forschenden behandelten Bäume in kommerziellen Süßkirsch- und Apfelplantagen in Niedersachsen. Sie brachten zwei Ethephon-Konzentrationen an, entweder im Früh- oder im Spätherbst, und analysierten im Frühjahr 2024 die Blüte sowie die Fruchtentwicklung. Die Studie umfasste jeweils 20 Bäume der Süßkirschsorten 'Bellise' und 'Kordia' sowie der Apfelsorten 'Elstar' und 'Kanzi'. Die Forschenden erfassten die Blüte wiederholt an vier markierten Ästen pro Baum, wobei sie pro Ast etwa 30 Kirschblütenknospen und 15 Apfelblütenknospen ihren Entwicklungsstufen zuordneten.
Am 9. April standen bei der Süßkirschsorte 'Kordia' 88% der Blütenknospen an unbehandelten Bäumen in Blüte, verglichen mit 56% nach einer hochdosierten Behandlung im Frühherbst und 63% nach einer niedrigdosierten Behandlung im Spätherbst. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Anwendung von Ethephon im Herbst bei einigen Süßkirschensorten die Blüte verzögern kann“, so Forschungsleiterin Dr. Wiebke Kämper von der Arbeitsgruppe Agrarökologie und funktionelle Agrobiodiversität der Universität Göttingen. „Dies könnte Obstbäuerinnen und Obstbauern ein zusätzliches Instrument an die Hand geben, um das Risiko von Frostschäden zu verringern.“
Die Reaktion fiel jedoch unterschiedlich aus: Bei den Sorten 'Bellise', 'Elstar' und 'Kanzi' verzögerte die Behandlung die Blüte nicht. „Die Wirkung hängt stark von der Pflanzenart, der Sorte, dem Zeitpunkt und der Dosierung ab“, erklärt Kämper. „Wir erwarteten bei Steinobst stärkere Effekte als bei Äpfeln, und der außergewöhnlich frühe, warme Frühling 2024 könnte unsere Messungen erschwert haben. Weitere Versuche mit verschiedenen Sorten, in unterschiedlichen Regionen und über mehrere Jahre sind notwendig, bevor Empfehlungen für die Praxis gegeben werden können.“
Die Forschung wurde durch das Förderprogramm „Horizont Europa“ der Europäischen Union im Rahmen eines Marie Skłodowska-Curie-Postdoctoral Fellowship finanziert und durch den Open-Access-Publikationsfonds der Universität Göttingen unterstützt.

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