Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Forschung: Kartoffeln nachhaltig düngen

Die Förderungsgemeinschaft der Kartoffelwirtschaft e. V. hat eine Abschlussarbeit ausgezeichnet, die an der Universität Göttingen angefertigt wurde. Im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Fakultät für Agrarwissenschaften untersuchte Christin Meyer, wie sich eine verringerte Stickstoffdüngung auf den Ertrag, die Qualität und die Stickstoffnutzungseffizienz verschiedener Kartoffelsorten auswirkt.

Anbauversuch mit der Speisesorte Milva (links) und der Stärkesorte Avamond (rechts) im Vergleich. Bild: Christin Meyer/Universität Göttingen.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine sortenspezifische Reduzierung der Stickstoffzufuhr keine negativen Auswirkungen auf den Ertrag oder die Qualität hat. Weniger Düngung kann zudem bei bestimmten Sorten zu einer effizienteren Stickstoffnutzung der Pflanzen führen. Bei erhöhter Stickstoffzufuhr nehmen dagegen der Trockenmasse- und Stärkegehalt in den Knollen der Speisesorte Milva ab, was deren Qualität mindert. Bei den Stärkesorten Avamond und Eurotonda gibt es diesen Effekt nicht. Die Erkenntnisse ermöglichen ein nachhaltiges Management der Düngung und können bei der Züchtung berücksichtigt werden. Zur Anerkennung ihrer Leistung erhält Christin Meyer eine Prämie. Auszüge ihrer Arbeit wurden in der Fachzeitschrift Kartoffelbau veröffentlicht.

„Das Thema ist für die Landwirtschaft von großer Bedeutung, da der Einsatz von Stickstoffdünger im Kartoffelanbau reglementiert ist und außerdem hohe Kosten verursacht. Für Stärkekartoffeln wird im Vergleich zu Speisekartoffeln häufig eine höhere Düngung empfohlen, jedoch ist ihre Stickstoffnutzungseffizienz eher gering“, erklärt Christin Meyer, die ihre Masterarbeit in der Abteilung Qualität pflanzlicher Erzeugnisse anfertigte. Ihr Betreuer Dr. Marcel Naumann ergänzt: „Kartoffelsorten reagieren unterschiedlich auf eine reduzierte Stickstoffdüngung. Diese Erkenntnis unterstreicht die Notwendigkeit einer sortenspezifischen Anpassung der Stickstoffzufuhr. Für eine Verallgemeinerung der Ergebnisse ist eine Absicherung durch mehrjährige Versuche an verschiedenen Standorten notwendig.“

Die Förderungsgemeinschaft der Kartoffelwirtschaft e. V. fördert jährlich studentische Abschlussarbeiten zum Themenbereich Kartoffeln. Die gezielte Nachwuchsförderung durch die Kartoffelwirtschaft ist ein entscheidender Schritt zu deren Zukunftssicherung. Die in der Masterarbeit durchgeführten Analysen sind Bestandteil erster Untersuchungen im Rahmen des von der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) geförderten Projekts „Potentiale zur Steigerung der Nährstoffeffizienz und zur Reduzierung der Stickstoffemissionen bei Stärkekartoffeln“ (POTENZION). I


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