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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Forschung: Blütenbesuch- und Pollentransport in Kulturlandschaften
Das Verständnis der Organisation von Netzwerken zwischen Pflanzen und ihren Bestäubern bietet eine wichtige Voraussetzung für eine Naturschutz-orientierte Landschaftsplanung. Allerdings ist wenig bekannt, wie die Netzwerke zwischen Pollen und Bienen durch Veränderungen auf Landschaftsebene beeinflusst werden.Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen hat Wildbienen auf Kalkmagerrasen untersucht und dabei sowohl die Blütenbesuchsnetzwerke als auch die Pollentransportnetzwerke analysiert. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B publiziert.
Bei Untersuchungen an 29 kleinen, fragmentierten Kalkmagerrasen, die zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa zählen, zeigte sich, dass 37% der Interaktionen zwischen einzelnen Pflanzen- und Wildbienenarten sowohl in Pollentransport- wie auch in Blütenbesuchsnetzwerken auftraten. 28% der Interaktionen waren ausschließlich in Pollentransportnetzwerken nachzuweisen und 35% nur in Blütenbesuchsnetzwerken. Werden in der Analyse alle lokalen Netzwerke zusammengefasst, zeigen die Pollentransportdaten, dass der Anteil der auf jedem Kalkmagerrasen einzigartigen Interaktionen mit der Landschaftsvielfalt zunahm.
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Spezialisierung der Pflanzen-Bestäuber-Netzwerke auf den Kalkmagerrasen abnimmt, wenn die umgebende Landschaft vielfältig ist. Allerdings wird sie unterschätzt, wenn sie nur auf Informationen über den Blütenbesuch beruht“, kommentiert Dr. Felipe Librán-Embid, der die Untersuchungen im Rahmen seiner Doktorarbeit in der Abteilung Agrarökologie der Göttinger Fakultät für Agrarwissenschaften durchgeführt hat. „Daten zum Pollentransport und auch die Analyse von Metanetzwerken, die über die lokale Sicht auf Netzwerke hinausgehen, sind grundlegend für das Verständnis und das Management von Bestäubern und den von ihnen besuchten Pflanzen in Kulturlandschaften“, ergänzt der Göttinger Agrarökologe Prof. Dr. Teja Tscharntke, der die Arbeit zusammen mit Prof. Dr. Ingo Grass von der Universität Hohenheim betreut hat.

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