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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Forschung: Blühstreifen versus Öko-Landbau
Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat untersucht, welche ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile beide Anbaumethoden auf Feldern mit Winterweizen mit sich bringen. Sie fanden heraus, dass beide die Artenvielfalt im Vergleich zum konventionellen Weizenacker erhöhten. Wirtschaftlich gesehen waren die Bio-Flächen am rentabelsten. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology veröffentlicht.
Die Forschenden verglichen Winterweizenfelder, die auf verschiedene Arten bewirtschaftet waren: konventionell mit einem Blühstreifen, konventionell ohne Blühstreifen als Kontrolle (ohne Agrarumweltmaßnahmen) sowie ökologisch. Sie untersuchten neun Landschaften in der Umgebung von Göttingen über einen Zeitraum von zwei Jahren. Das Team fand heraus, dass die Äcker beim ökologischen Landbau die meisten wildwachsenden Pflanzenarten beherbergten, auch wenn Blühstreifen unter Einbeziehung der ausgesäten Pflanzenarten ähnlich viele Arten erreichten. Blühstreifen wurden von dreimal so vielen Bienenarten besucht wie ökologische Felder, aber beide Umweltmaßnahmen waren bienenreicher als die Kontrollfelder. Laufkäfer, Spinnen und Schwebfliegen gediehen unter beiden Umweltmaßnahmen mit 20 bis 30% mehr Arten als in den Kontrollflächen. Wirtschaftlich betrachtet waren die ökologisch bewirtschafteten Flächen am rentabelsten: Trotz um 50% geringerer Weizenerträge lagen die Gewinne um mehr als 150% über denen der konventionellen Kontrollflächen, was auf bessere Vermarktungsmöglichkeiten und EU-Zuschüsse zurückzuführen war. Der Gewinn der Felder mit Blühstreifen lag nur geringfügig unter dem der Kontrollflächen, wenn die Zuschüsse für Blühstreifen mit einbezogen wurden.
„Wir verglichen zudem die Weizenanbaufläche der Felder mit Blühstreifen mit der von Kontrollfeldern. Interessanterweise waren die Erträge um fünf Prozent und die Gewinne um 21% bei den Kontrollfeldern höher, was darauf hindeutet, dass die Landwirtinnen und Landwirte Blühstreifen wahrscheinlich selektiv auf eher am Rand liegende und weniger produktive Flächen anlegten“, hebt Erstautor Dr. Péter Batáry, Leiter der Landscape and Conservation Ecology Group am Centre for Ecological Research in Ungarn, hervor. „Agrarumweltmaßnahmen wie ökologischer Landbau und Blühstreifen ergänzen sich in ihrer Bedeutung für den Erhalt der Biodiversität, da teilweise unterschiedliche Arten gefördert werden. Die Kombination verschiedener Agrarumweltmaßnahmen ist ein wichtiger Schritt in Richtung multifunktionaler Agrarlandschaften“, ergänzt Prof. Dr. Teja Tscharntke von der Abteilung Agrarökologe und Funktionelle Agrobiodiversität der Universität Göttingen.

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