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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Forschung: Biomasse aus Mikroalgen
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das Solar-Instituts Jülich (SIJ) der FH Aachen und des Forschungszentrums Jülich bei Lösungen, wie Mikroalgen energie- und kosteneffizient zur Produktion von Biomasse eingesetzt werden können, mit rund 1,58 Mio. Euro. Jetzt übergab der Parlamentarische Staatssekretär des BMBF, Thomas Rachel MdB, im Senatssaal der FH Aachen die Förderbescheide für das Projekt „AlgNutrient-UrBioSol“.
„Mikroalgen sind wahre Arbeitspferde unter den Pflanzen“, sagte Forschungsstaatssekretär Rachel, „sie wandeln CO2 aus der Atmosphäre in Biomasse um, und zugleich können sie als natürliche ‚Klärwerker‘ Stoffe wie Phosphat, Nitrat und Schwefelverbindungen aus Abwässern filtern.“ Die Förderung des Forschungsministeriums zeige, wie stark die Forschungsregion Jülich-Aachen in der Bioökonomie aufgestellt sei. Im Projekt AlgNutrient-UrBioSol arbeiten das FZJ und das Solar-Institut Jülich gemeinsam mit der Lomonosov-Universität Moskau und dem Nationalen Forschungszentrum Kurchatov Institut an lichttechnischen Konzepten für die Mikroalgenproduktion sowie an angepassten Materialien zur Verbesserung der Lichtausnutzung und damit der Gesamteffizienz. Prof. Dr. Björn Usadel, Leiter des Instituts für Bio- und Geowissenschaften – Pflanzenwissenschaften (IBG-2) des FZJ, betonte, die Bioökonomie spiele für den Forschungsstandort Jülich eine große Rolle: „Wir suchen neue Möglichkeiten der Rohstoff- und Energiegewinnung.“ Mit dem neuen Projekt werde die erfolgreiche gemeinsame Arbeit der vergangenen Jahre fortgesetzt und vertieft. Die Prorektorin für Forschung und Innovation der FH Aachen, Prof. Dr. Doris Samm, fügte hinzu, die Förderung durch das BMBF zeige die Wertschätzung, die die wissenschaftliche Arbeit in der Aachen-Jülicher Region genieße: „Diese Förderung ermöglicht unseren Forscherinnen und Forschern ihre Visionen umzusetzen.“ Prof. Dr. Ulf Herrmann, Leiter des SIJ, erläuterte die Rolle seines Instituts in dem Gemeinschaftsprojekt. Es gehe darum zu erforschen, wie die Mikroalgen gezielt und effizient mit Licht versorgt werden könnten. So würden etwa optische Systeme zur Lichtlenkung und -konzentration erforscht.
Staatssekretär Rachel erläuterte, im Rahmen des Vorhabens würden zwei Algen-Photobioreaktorkonzepte erprobt. Diese zielen auf die Untersuchung von Wegen ab, das bioökonomische Potenzial von Mikroalgen wirtschaftlicher nutzbar zu machen. Das SIJ erhält eine Zuwendung in Höhe von 358.680 Euro, das FZJ bekommt 1.228.141 Euro. Rachel sagte, in diesem Projekt arbeite der Solar-Campus Jülich der FH Aachen in einer in dieser Konstellation einzigartigen Weise mit dem FZJ, aber auch mit russischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an einem weltweit relevanten Zukunftsthema. Das Projekt wird im Rahmen der Initiative „GER-RUS Bioeconomy International“ des BMBF gefördert. (FH Aachen)

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