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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
FNR: Torffreie Grabbepflanzung
Seit Oktober läuft ein neues Projekt zur Unterstützung der gärtnerischen Praxis beim Torfausstieg: Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) begleitet vier Friedhofsgärtnereien bei der schrittweisen Reduktion des Torfanteils in Graberden.
Das Projekt wird bis 2025 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des beschlossenen Torfausstiegs über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert. Im Juli 2022 hatte das BMEL die offizielle Torfminderungsstrategie veröffentlicht. Darin wird auch der Handlungsbedarf im Friedhofsgartenbau umrissen.
Graberden müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Da Friedhöfe vor allem emotionale Orte sind, betrifft dies zum einen ästhetische Aspekte: die Erden sollen zum Beispiel besonders dunkel und feinkrümelig sein. Zum anderen müssen sie mit gutem Wasserspeichervermögen lange Gießintervalle ermöglichen und auch bei wechselnder Bepflanzung im Jahresverlauf strukturstabil bleiben. Diese Punkte gilt es beim Ersatz der aktuell häufig noch hohen Schwarztorfanteile in Graberden zu berücksichtigen.
Im Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) TorfFrie reduzieren vier Friedhofsgärtnereien nun den Torfeinsatz auf Modellflächen schrittweise bis möglichst auf null. Dabei dokumentieren sie die Optik, den Arbeits- und Materialaufwand und bewerten den Umstieg auf Torfersatzstoffe ökonomisch. Bei der Gestaltung der Demoflächen orientieren sich die Betriebe an den vom Bund deutscher Friedhofsgärtner herausgegebenen Richtlinien und Pflanzenempfehlungen. Dies stellt eine gute Übertragbarkeit der Ergebnisse sicher.
Die HSWT koordiniert die Arbeiten, begleitet sie wissenschaftlich und ist für den Wissenstransfer zuständig. Unter anderem führt die Hochschule Wachstumsversuche typischer Friedhofspflanzen in Substraten mit einem Anteil von unter 25% Torf durch, um die Betriebe beraten zu können und das Risiko für sie zu minimieren. Außerdem untersucht sie das Wasserhaltevermögen und Sackungsverhalten torfreduzierter und torffreier Graberden. Aus Pietätsgründen können solche Messungen nicht auf den Friedhöfen erfolgen.
Die vier Friedhofsgärtnereien liegen zwar alle in Süddeutschland, repräsentieren mit ihren ausgewählten Modellflächen aber trotzdem eine große Bandbreite an Standortbedingungen. Damit lassen sich die Ergebnisse auch auf andere Regionen Deutschlands übertragen.
Als Torfersatzstoffe sollen vor allem Holzfasern, Grüngutkompost, Rindenhumus und Ton zum Einsatz kommen. (FNR)

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