Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

FNR: Klimawirkung von Torf noch wenig bekannt

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine repräsentative Umfrage unter Erdenverbrauchern durchgeführt.

Greifen Sie beim Einkauf von Erde ehr zu torfreicher, torfreduzierter oder torffreier Blumenerde? Bild: ©FNR 2021.

Die Umfrage dient zunächst der Erfassung des Wissensstands in Bezug auf die Klimarelevanz torfhaltiger Erden unter Endverbrauchern. Die Ergebnisse zeigen deutliche Defizite im Bewusstsein um die Auswirkungen der Torfverwendung. Die Umfrage dient auch weiteren Kommunikationsmaßnahmen, die im Zuge der Torfminderungsstrategie der Bundesregierung von der FNR im Rahmen eines umfassenden Maßnahmenpaketes umgesetzt werden.

Wie bekannt ist die klimaschädliche Wirkung von torfhaltigen Erden? Worauf achten Verbraucher beim Kauf von Blumenerde? Und wie hoch ist der Anteil torfhaltiger Erden dabei? Das sind einige der Fragen, die an knapp über 1.000 Endverbraucher gestellt wurden.

Die Bedeutung torffreier Blumenerden für den Klima- und Umweltschutz ist vielen Verbrauchern nicht bekannt: Knapp die Hälfte der Befragten verbindet den Einsatz torffreier Blumenerde mit keinem Klimaschutzvorteil oder kennt den entsprechenden Zusammenhang nicht.

Der Aufklärungsbedarf wird auch bei der Frage zur Rohstoffzugehörigkeit von Torf deutlich. Etwa die Hälfte der Teilnehmer kann Torf als fossile Ressource einordnen, ein Drittel hält Torf allerdings für einen nachwachsenden Rohstoff und weitere 19% können keine Aussage dazu treffen.

Das fehlende Wissen um den Klimaschutzbeitrag torffreier Erden spiegelt sich demnach auch im Kaufverhalten wider. Immerhin jeweils ein Viertel der Befragten greifen beim Kauf zu torfreduzierter (26%) oder torffreier Erde (24%). Etwa ein Drittel der Verbraucher achten nicht auf den Torfgehalt - 18% kaufen sogar torfreiche Erde. Am meisten nachgefragt sind Erden für Beet- und Balkonpflanzen (75%), Zimmerpflanzen (59%), Zierpflanzen und Blumen (51%) sowie Gemüse (44%).

Hintergrund

Mit dem Klimaschutzplan 2050 beschloss die Bundesregierung, verstärkt Maßnahmen zum Moorbodenschutz und zur Torfminderung umzusetzen. Das BMEL stellt hierfür 2021 ca. 55 Mio. Euro aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ (EKF) zur Verfügung.

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) ist vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beauftragt, die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Torfminderung und zum Moorbodenschutz, aber auch für Modell- und Demonstrationsvorhaben zum Torfersatz im Hobby- und Friedhofsgartenbau sowie zum Moorbodenschutz als Projektträger zu betreuen. Zudem sind die Entwicklung eines Zertifizierungssystems für Torfersatzstoffe sowie die Fach- und Verbraucherinformation zum Thema Torfminderung Bestandteil des Maßnahmenpaketes.

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