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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
FNR: Energiemais in Mischkultur mit Stangenbohnen
In einem kürzlich gestarteten Verbundprojekt der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und der Universität Kassel zum Mischfruchtanbau von Energiemais und Stangenbohnen werden in den nächsten drei Jahren Untersuchungen zum Aussaatzeitpunkt der Stangenbohne, den Saatmengen der beiden Mischungspartner und der Form der Unkrautbekämpfung durchgeführt, um dieses Anbausystem weiter zu optimieren. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über dessen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), mit 265.000 Euro gefördert.
Mais ist aufgrund seiner herausragenden Flächeneffizienz und Wirtschaftlichkeit die am häufigsten angebaute Energiepflanze zur Biogasgewinnung. Wegen der potenziell ungünstigen Wirkung auf Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität gerät er jedoch zunehmend in Kritik. Durch den Mischanbau von Mais mit anderen Arten könnte der Maisanbau nachhaltiger gestaltet werden. Mit einem erfolgreichen Gemengeanbau ließen sich Fruchtfolgen auflockern, Selbstregulationsmechanismen vermehrt nutzen, die Biodiversität fördern und die Erosionsgefahr durch eine bessere Bodenbedeckung verringern.
Gemenge aus Mais und Bohnen sind in den Tropen weit verbreitet, hatten früher in der Schweiz eine Bedeutung und werden heute in Österreich auf etwa 600 Hektar zur Produktion der „Käferbohne“ (Phaseolus coccineus) angebaut. Der Gedanke liegt nahe, die Gemenge auch als mögliche Substratquelle für Biogasanlagen zu prüfen.
In den Versuchen des Projektes werden nun neben der reinen Ertragsleistung auch die Stickstofffixierung durch die Leguminose erfasst und die Methanausbeute des Gemenges abgeschätzt. Damit ist ein Vergleich mit dem Reinanbau von Mais möglich. Die Kombination von konventionell und ökologisch bewirtschafteten Standorten für die Feldversuche wird zudem die Bereitstellung der Projektergebnisse für Praxisbetriebe beider Bewirtschaftungsrichtungen ermöglichen.
Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Verbundvorhaben „Entwicklung von Energiemaissorten für den Mischanbau mit Stangenbohnen – Optimierung der Züchtungsstrategien“ (Förderkennzeichen 22003412 und 22003512) durchgeführt, in dem an der Entwicklung für den Mischanbau geeigneter Energiemaissorten gearbeitet wird. (FNR)

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