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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
FNR: Damit torffreie Erden nachhaltig sind
Torf, noch immer wichtiger Bestandteil vieler gärtnerischer Substrate und Erden, soll durch klimafreundlichere Rohstoffe ersetzt werden. Holzfasern, Kompost, Rindenhumus und Reststoffe aus der Kokosindustrie sind bislang die wichtigsten Torfalternativen. Sie werden zum Teil international gehandelt, wobei die Mengen künftig voraussichtlich stark steigen.
Flachsschäben, Miscanthusstroh, Reisspelzen, Hanf- und Palmfasern, Pflanzenkohle, Biomasse aus Paludikulturen (Schilf, Torfmoose und andere nässeliebende Pflanzen von wiedervernässten Moorböden), Gärreste aus Biogasanlagen, Reststoffe aus der Kaffeeverarbeitung oder Schafwolle eignen sich ebenfalls grundsätzlich als Substrat.
Damit alle Marktteilnehmer vom erdenherstellenden Unternehmen bis zu Gärtnerinnen und Gärtnern sicher sein können, dass diese Torfersatzstoffe nachhaltig sind, entwickelt und etabliert Meo Carbon Solutions bis 2026 ein internationales Zertifizierungssystem. Es soll vor allem die Aspekte Ökologie, Soziales und Klimaschutz abdecken und sicherstellen, dass für die Ersatzstoffe kein Wald gerodet oder übernutzt wurde und bei ihrer Herstellung keine Kinderarbeit im Spiel war. In puncto Klimaschutz wird das System ermöglichen, die Treibhausgas(THG)-Einsparung der Ersatzstoffe gegenüber denen von Torf einheitlich zu beziffern. Die Berechnungsmethodik dafür entwickelt Meo in Abstimmung mit dem Thünen-Institut für Agrartechnologie, das im Rahmen des Projektes MITODE bereits zur Ökobilanzierung von Torfersatzstoffen arbeitet. Meo selbst bringt durch sein System ISCC (International Carbon Certification System) zur globalen Zertifizierung von Agrarrohstoffen große Erfahrungen mit. Bei ISCC kommt u. a. Satellitentechnik zum Einsatz, um Rodungen aus der Ferne zu erkennen. Diese Kenntnisse will Meo auch für die Kontrolle der Torfersatzstoffe nutzen.
Das Projekt gliedert sich in drei Phasen:
- In der ersten, aktuell laufenden Phase, analysiert Meo die Torfersatzstoff-Märkte und deren Nachhaltigkeitsrisiken und entwickelt in einem Multistakeholder-Ansatz ein Konzept für die Zertifizierung. Daran beteiligt sind Umwelt- und soziale Organisationen, Wissenschaft, Substrat- und Komponentenhersteller sowie Zertifizierungsstellen.
- In Phase zwei wird der entwickelte Ansatz im Rahmen von Pilotprojekten in Europa und Übersee auf seine Praxistauglichkeit geprüft und optimiert.
- Die dritte und letzte Phase zielt schließlich darauf, die Zertifizierung in den Regelbetrieb zu überführen und dafür die entsprechenden Systeme aufzubauen.
Läuft alles nach Plan, können Gärtnerinnen und Gärtner im Erwerbs- und Hobbymarkt spätestens ab 2026 Substrate mit einem entsprechenden Nachhaltigkeitssiegel kaufen. (FNR)

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