Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Floridata: Gemäßigt positive Valentinsverkäufe

Die Exportstatistik von Floridata zeigt, dass die niederländischen Blumen- und Pflanzengroßhändler mit einem beachtlichen Wachstum ins neue Jahr gestartet sind.

Die niederländischen Blumenexporteure sprechen von einem "moderaten Valentinstag". Bild: GABOT.

Die niederländische Blumen- und Pflanzengroßhändler starten mit einem beachtlichen Wachstum ins neue Jahr, berichtet der VGB auf der Grundlage der Exportstatistik von Floridata. Der Exportwert stieg im Januar um 6% auf 471 Mio. Euro. Die Auswirkungen des Coronavirus auf den Exportwert nach China sind deutlich spürbar. Trotz dieser Bedenken verlief die Vorbereitung auf den Valentinstag im Allgemeinen gut. "Die Händler sind verhalten positiv", so das Fazit von Geschäftsführer Matthijs Mesken vom niederländischen Branchenverband für den Großhandel mit Blumen und Pflanzen.

Die niederländischen Blumen- und Pflanzenhändler haben im Januar gute Geschäfte gemacht. Der Pflanzenexport wuchs um 8% auf 169 Mio. Euro und übertraf damit den Blumenexport (+5% auf 302 Mio. Euro). Nur Frankreich schien mit einem Rückgang von fast 2% weniger gut abzuschneiden. Im Januar 2020 gab es genauso viele Handelstage wie im letzten Jahr; das milde Wetter war für den Verkauf günstig. Vor allem die osteuropäischen Länder ziehen gut an, mit Polen als größtem Wachstumsmarkt in der Liste der Top 10 der Exportländer.

Besorgnis über den Blumenexport wegen dem Coronavirus

Der Exportwert nach China zeigt laut Floridatas Exportstatistik einen Rückgang von 27% gegenüber des Januar des Vorjahres. Dies steht im Gegensatz zum Handel mit anderen asiatischen Ländern, die ebenfalls das chinesische Neujahrsfest feierten. Direktor Marius Dekker von Gooijer International bestätigt diese negative Abweichung. "Der Handel ist sehr schwierig und die Auswirkungen sind immer noch auf China, Hongkong und Macao beschränkt", sagt der kaufmännische Direktor Cees Bakker von Hilverda de Boer. Als Vorsichtsmaßnahme verlängerte die chinesische Regierung die Feiertage zum chinesischen Neujahrsfest; viele Unternehmen wurden daher für einen längeren Zeitraum geschlossen, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Die Schließung der Casinos in Macau für einige Wochen wird große Auswirkungen haben. Direktor Matthijs Mesken vom VGB findet die Situation besorgniserregend. "Vom Gesamtexportwert ist der Anteil nach Südostasien mit 2% relativ gering", sagt Manager Wesley van den Berg von Floridata. "Die asiatischen Destinationen sind jedoch wichtige Wachstumsmärkte für die niederländischen Blumenhändler", so Matthijs Mesken weiter. "Die Auswirkungen können enorme Folgen für den Export von Blumen haben, wenn sich das Virus weiter ausbreitet".

Mäßig positiv über den bevorstehenden Valentinstag

Die Händler stehen dem Valentinstag, einem der wichtigsten Werbegeschenke für Blumen und Pflanzen, verhalten positiv gegenüber. "Es ist gut, dass der Valentinstag auf den Freitag fiel", berichtet der VGB. "Letzten Montag vor dem Valentinstag waren wir dreimal so beschäftigt wie an einem normalen Montag", sagt Marius Dekker. "Der Sturm Ciara, der glücklicherweise fünf Tage vor dem Valentinstag vorbeizog, hat uns nicht viel Schaden zugefügt", fügt er hinzu. Cees Bakker erwartet, dass der Umsatz von Valentinstag etwa auf dem Niveau des letzten Jahres liegen wird. "Aufgrund der anhaltend schlechten Wetterbedingungen in Kenia blieb die Rosenproduktion weit zurück und die Qualität war geringer. Die Folge waren deutlich höhere Preise und es war schwierig, Margen zu erzielen", erklärt Cees Bakker. Alles in allem waren der Verkauf und die logistische Abwicklung positiv, aber angesichts der enttäuschenden Gewinnspannen kann man von einem "moderaten Valentinstag" sprechen. (Floridata)

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