Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

FloraHolland: Umsatzrückgang im Frühsommer

In der so genannten Periode 7 musste Royal FloraHolland einen Umsatzrückgang von 4% hinnehmen.

Umsatzrückgang im Frühsommer bei Schnittblumen. Bild: GABOT.

Im Zeitraum vom 19. Juni bis 15. Juli 2017 verringerte sich der Umsatz von Royal FloraHolland im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 4%. Der Hauptgrund: Ein niedrigeres Preisniveau bei Schnittblumen. Der durchschnittliche Preis von Schnittblumen lag bei 21 Cent. Das ist etwas besser als der langfristiges Durchschnitt; allerdings lag der Durchschnittspreis im vergangenen Jahr bei rund 24 Cent. Durch eine größere Warenmenge und bessere Preise bei Zimmer- und Gartenpflanzen konnte der 13%ige Umsatzrückgang im Schnittblumen-Segment zum Teil ausgeglichen werden.

Direktvermarktung nimmt zu

Das Interesse, Produkte direkt vom Erzeuger zu kaufen, nimmt weiter zu. Bei Schnittblumen erhöhte sich der Anteil der direktvermarkteten Ware um 3,8% auf 34,5%. Produkte, die relativ oft im Supermarktkanal vermarktet werden, werden häufig direkt gekauft; typische Floristenprodukte werden hingegen immer noch sehr häufig an der Uhr gekauft. Auch bei Topfpflanzen stieg der Anteil der Direktvermarktung um 2,3% auf 79,4% und auch Gartenpflanzen steigerte sich der Anteil um 4% bis 67,3%.

Exportwert wächst um 0,4%

Die aktuellen Exportzahlen von floridata (Stand: Juni 2017) zeigen ein minimales Wachstum von 0,4%. Topfpflanzen legten dabei um 2,5% zu und kompensierten dabei das Minus von 1% bei Schnittblumen. Exporte nach Großbritannien sind weiter unter Druck und sanken um 11%, während Exporte nach Osteuropa weiter stark zulegen konnten. In den meisten anderen Ländern ist der Exportwert recht stabil, allerdings enttäuschten die Ausfuhren nach Frankreich mit einem Rückgang von fast 9%.

Schnittblumenumsatz sinkt um 13%

Die Preise im Segment Schnittblumen waren im Vergleich zum Vorjahr stark unter Druck. Der Durchschnittspreis sank bei etwa gleicher Warenmenge um fast 13%. Alle Produkte waren von dem Preisverfall betroffen. Lilien, Pfingstrosen und Sonnenblumen fielen im Preis um mehr als 25% - diese Produktgruppen waren damit die größten Verlierer der Periode 7.

Umsatz bei Zimmerpflanzen steigt um 7%

Bei den Zimmerpflanzen erhöhte sich die Anliefermenge um mehr als 5% bei gleichzeitiger Zunahme des Durchschnittspreises um 1%. So stieg der Umsatz bei Zimmerpflanzen im entsprechenden Zeitraum um fast 7%. Vor allem Kakteen und Sukkulenten liefen sehr gut. Die Anlieferung dieser Produkte nahm um durchschnittlich 33% zu; das durchschnittliche Preisniveau stieg dabei trotzdem noch um 20%.

Gartenpflanzen klar im Plus

Bei den Gartenpflanzen blieb die Anfuhrmenge auf konstantem Niveau, aber der durchschnittliche Preis legte um fast 13% zu. Klare Gewinner in diesem Segment waren die Stauden: Es wurden 20% mehr angeliefert und trotzdem erhöhte sich der Durchschnittspreis um 23%.

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