Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Finanzkontrolle Schwarzarbeit: Aufstockung gefordert

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt fordert 4.800 zusätzliche Zoll-Kontrolleure für die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS).

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt fordert 4.800 zusätzliche Zoll-Kontrolleure für die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS). Nur mit deutlich mehr Personal und einer effizienteren Struktur sei es möglich, die wachsende Zahl von Branchen-Mindestlöhnen konsequent zu überwachen, sagt der Bundesvorsitzende der IG BAU, Klaus Wiesehügel. Die FKS müsse derzeit bundesweit mit rund 6.500 Mitarbeitern kontrollieren, ob die Lohnuntergrenzen bei mehr als 2 Mio. Arbeitnehmern eingehalten werden. Hinzu kämen voraussichtlich ab Sommer nochmals rund 800.000 Beschäftigte in der Pflegebranche. "Das ist ein krasses Missverhältnis. Wenn die Mindestlöhne effizient überwacht werden sollen, führt an zusätzlichem Personal kein Weg vorbei", sagt Klaus Wiesehügel. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass viele Arbeitgeber, die Dumpinglöhne zahlten, unentdeckt blieben. "Ein Mindestlohn, der nur auf dem Papier steht, bringt nichts", so der IG-BAU-Chef.

Die Zahl der Branchen, in denen ein Mindestlohn vereinbart worden ist, habe sich seit 2005 verdoppelt. Die Zahl der Kontrolleure dagegen sei nahezu gleich geblieben. Die von Bundesfinanzminister Schäuble jetzt angekündigte Aufstockung der FKS-Kontrolleure um 200 Beamte sei viel zu gering, so Klaus Wiesehügel. Zudem fordert der IG-BAU-Chef den Minister auf, die Zersplitterung der FKS-Struktur rückgängig zu machen. "Die Arbeit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit muss bundesweit wieder zentral organisiert und koordiniert werden. Nur das bringt die erforderliche Effizienz. Alles bei den Hauptzollämtern aufzuhängen, war ein Fehler der Vorgängerregierung", sagt Klaus Wiesehügel.

Neben der Mindestlohn-Kontrolle fordere insbesondere auch die Bekämpfung von illegaler Beschäftigung und organisierter Schwarzarbeit einen hohen Personaleinsatz. "Allein damit hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit auf den mehr als 60.000 Baustellen bundesweit schon alle Hände voll zu tun", sagt Wiesehügel. Dazu kämen noch Branchen wie die Gebäudereinigung und die Pflege, bei denen die Überwachung der Lohnuntergrenzen extrem zeit- und personalintensiv sei. Allein im Reinigungsgewerbe würden täglich bis zu 4 Mio. Objekte geputzt.

Zusätzliches FKS-Personal bedeute mehr Kontrollen - und damit das Aufdecken von hinterzogenen Steuern und nicht gezahlten Sozialabgaben. Der Zoll verhänge dabei jährlich Bußgelder in zweistelliger Millionenhöhe. "Unterm Strich machen sich mehr Kontrolleure damit auch bezahlt", so Wiesehügel. (IGBAU)

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