Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Feldtag: Sojabohnen aus heimischem Anbau

Sojabohnenanbau rund um Hannover und Berlin - wenn es nach Klaus-Peter Wilbois vom FIBL Deutschland geht, ist das in näherer Zukunft durchaus realistisch.

Sojabohnenanbau rund um Hannover und Berlin - wenn es nach Klaus-Peter Wilbois vom FIBL Deutschland geht, ist das in näherer Zukunft durchaus realistisch. Er stellte Ende Juni 2011 auf dem Sojafeldtag in Dasing bei Augsburg das zu Jahresbeginn gestartete Sojaforschungsprojekt des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) vor. Ziel der dreijährigen Studie ist es, durch Züchtung und verbesserte ackerbauliche Maßnahmen den Sojaanbau in nördliche Bundesländer auszudehnen.

Zurzeit werden in Deutschland etwa 4.000 ha angebaut, vorwiegend in Baden Württemberg und vor allem in Bayern. Für einen verstärkten Anbau spricht nicht nur, dass jährlich 40 Millionen Tonnen Sojabohnen bzw. Sojaschrot als Futtermittel importiert werden müssen. Auch ackerbaulich bringt die Bohne nach Ansicht von Heiko Recknagel, Geschäftsführer des Deutschen Sojaförderrings, viele Vorteile. Sie benötigt als Leguminose keinen Stickstoffdünger, ist bisher wenig anfällig für Krankheiten und hat einen hohen Vorfruchtwert für Wintergetreide. Deshalb sieht der Forscher ebenfalls gute Chancen für eine Ausweitung des Anbaus, "auch wenn Importe unverzichtbar bleiben werden".

Mehr Eiweiß von deutschen Äckern wünscht sich auch Josef Groß von der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Er koordiniert das Aktionsprogramm "Mehr Eiweiß für Bayern", das die Abhängigkeit der bayerischen Tierhalter von Importen verringern soll. Als ehrgeiziges Teilziel der Initiative nennt Groß die Verdopplung der Sojaanbaufläche in Bayern auf 5.000 ha. Auch die Einsparung von Eiweiß, etwa bei der Rationsgestaltung in der Rindermast, sollen die Importe reduzieren. Im praktischen Teil des Feldtages besichtigten die Besucher die Sojasortenversuche auf dem Asamhof, auf dem Betriebsleiter Josef Asam und sein Sohn Ludwig als Pioniere bereits seit 15 Jahren erfolgreich Soja anbauen und vermarkten. Für den Ertragserfolg besonders wichtig ist dabei die Unkrautbekämpfung. Ausführliche Informationen zum praktischen Sojaanbau und zum Stand der Forschung finden Interessierte unter www.sojainfo.de. (Quelle: www.aid.de)

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