Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Fairtrade: Faire Blumen schenken, jetzt erst recht!

Fairtrade-Blumen zum Muttertag waren mehr als nur eine nette Geste: Viele Schnittblumenfarmen kämpfen um ihre Existenz.

Eine Blumensortiererin der Fairtrade-zertifizierten Farm Valentine Growers in Kiambu, Kenia. Bild: Fairtrade /Funnelweb Media.

Fairtrade Deutschland hatte Konsumentinnen und Konsumenten dazu aufgerufen, am Muttertag faire Blumen zu verschenken. Gerade jetzt brauchten Blumenarbeiterinnen und -arbeiter im globalen Süden Unterstützung. Denn die Produktionskosten für Schnittblumen würden kontinuierlich steigen. Seit dem Beginn der Pandemie erhöhen sich die Ausgaben für Luftfracht stetig – ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht, vor allem, da die Treibstoffpreise durch den Ukraine-Krieg explodieren. Zudem werden auch Dünger und Pflanzenschutzmittel, die oft aus Russland importiert wurden, immer teurer – die Ausgaben bewegen sich aktuell auf historisch hohem Niveau. „Es geht um nichts Geringeres als die Lebensgrundlage von Hunderttausenden im Blumensektor beschäftigter Arbeiter*innen“, so Dieter Overath, Vorstandvorsitzender von Fairtrade Deutschland e.V . „Ohne die Unterstützung von Handel und Verbraucher*innen wird es sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich, die Krise der Blumenfarmen abzuwenden."

Krise abwenden

Wenn sich Verbraucher*innen für Fairtrade-Blumen entscheiden, tragen sie dazu bei, dass Arbeitsplätze in Ländern wie Kenia und Äthiopien gesichert werden und die dort beschäftigten Arbeiter*innen weiterhin ein Einkommen für ihre Familien und sich erwirtschaften können. Nur so werden sich Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland auch zukünftig über faire Blumen freuen und die Blumenindustrie in Ostafrika weiter ein relevanter Faktor für wirtschaftlichen Aufschwung bleiben können. (Fairtrade)

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