Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Fachtagung: Veränderte Pflanzenschutzstrategien

Ackerbau ohne Pflug hat viele Vorteile: Die Bodenstruktur bleibt besser erhalten, die biologische Aktivität in den Böden steigt, die Gefahr von Erosionen sinkt, auch Trockenphasen überstehen die Bestände besser. Doch es gibt auch Nachteile: Unkräuter können sich zu problematischen Beständen entwickeln – und erfordern eine veränderte Pflanzenschutzstrategie.

Fachtagung „Pflanzenschutzmittel-Reduktionsstrategien bei konservierender Bodenbearbeitung und Direktsaat“ am 17.1.2019 an der Universität Hohenheim. Bild: Universität Hohenheim / Dorothea Elsner.

Was das für die Betriebe bedeutet, ist Thema einer Fachtagung am Donnerstag, 17. Januar 2019 an der Universität Hohenheim in Stuttgart, zu der der Arbeitskreis Konservierende Bodenbearbeitung und Direktsaat Baden-Württemberg einlädt.

Auf 40% der Ackerfläche in Deutschland setzen die Landwirte mindestens teilweise auf konservierende Bodenbearbeitung und verzichten auf den Pflug. Der Boden wird dabei nur mit nichtwendenden Geräten wie Grubber oder Egge bearbeitet. Direktsaat ganz ohne Bodenbearbeitung gibt es nur auf rund 1% des Ackerlandes (Zahlen des Statistischen Bundesamtes 2016).

„Die konservierende Bodenbearbeitung zielt darauf ab, möglichst viele Ernterückstände an der Bodenoberfläche zu belassen“, erklärt Prof. Dr. Ralf Vögele, Phytopathologe und Dekan der Fakultät Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim. „Das schützt den Boden vor Erosion und Austrocknung. Organische Substanz kann sich anreichern, das Bodenleben wird gefördert.“ Doch die Medaille hat eine Kehrseite: „Insbesondere ausdauernde Unkräuter können sich stark vermehren“, so Prof. Dr. Vögele. „Das macht oft einen Einsatz von Herbiziden wie Glyphosat notwendig, um Unkräuter und auch Ausfallpflanzen zu kontrollieren.“ Durch Ernterückstände auf dem Boden könne zudem auch der Druck durch pilzliche Schaderreger steigen.

Fachtagung: „Pflanzenschutzmittel-Reduktionsstrategien bei konservierender Bodenbearbeitung und Direktsaat“

Am Donnerstag, 17.01.2019, lädt der Arbeitskreis Konservierende Bodenbearbeitung und Direktsaat Baden-Württemberg zu einer Fachtagung im Euroforum der Universität Hohenheim ein. Die Veranstaltung befasst sich unter anderem mit ökonomischen Konsequenzen von veränderten Pflanzenschutzstrategien, Precision Farming und mechanischer Unkrautbekämpfung und mit einem Betriebskonzept zur Reduzierung und Optimierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes.

Die Tagung veranstaltet die Universität Hohenheim gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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