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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
EU-Projekt: Torfmoos als neuen Bioindikator
Seit 1996 fordert die Europäische Union von ihren Mitgliedsländern, Luftverschmutzungen kontinuierlich zu überwachen. Mit einer Direktive von 2008 hat die EU diese Anforderungen noch einmal verschärft. Seither müssen neben Stickoxiden und Schwefeloxiden auch Schwermetalle wie Cadmium, Blei und Nickel in der Luft nachgewiesen werden. Mit den bisherigen Technologien ist dies nur schwer möglich, da die Messmethoden ungenau oder sehr teuer sind.
Freiburger Biologen um den Pflanzenbiotechnologen Prof. Dr. Ralf Reski sind Teil eines Konsortiums, das von der EU im Rahmen ihrer Initiative „Öko-Innovation!“ mit 3,5 Mio. Euro für drei Jahre gefördert wird und das ein neues, genaueres und preiswerteres Verfahren zur Überwachung der Luftverschmutzung speziell durch Schwermetalle entwickeln will. Dieses Konsortium mit dem Namen MOSSCLONE besteht aus fünf akademischen Partnern und fünf mittelständischen Unternehmen und erhielt soeben von der EU die millionenschwere Förderzusage. Die anderen Partner von MOSSCLONE kommen aus Spanien, Frankreich, Italien und Irland. Die industriellen Partner unterstützen dieses Projekt mit einer weiteren knappen Millionen Euro aus eigenen Mitteln.
Lebende Pflanzen werden bereits als sogenannte Bioindikatoren eingesetzt, da sie Schadstoffe aufnehmen und speichern. Moose eignen sich besonders gut als Bioindikatoren für Luftverschmutzung, da sie keine Wurzeln und eine besonders große Oberfläche im Verhältnis zu einer kleinen Masse besitzen. Eine der geplanten Innovationen in MOSSCLONE ist die Anzucht großer Mengen eines Torfmooses unter kontrollierten Laborbedingungen. Anschließend sollen die Moospflänzchen inaktiviert und die Oberflächenstrukturen unter Fabrikbedingungen in luftdurchlässige Beutelchen verfüllt werden. Diese „Moos-Beutel“ werden dann an verschiedenen europäischen Standorten in Messstationen aufgehängt und auf ihre Fähigkeit überprüft, Schadstoffe aus der Luft zu akkumulieren. „Wir werden Methoden der Molekularbiologie und Materialwissenschaften mit denen der Ökologie und Bionik verbinden“, erläutert Ralf Reski, der zurzeit Senior Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) ist. Die Forscher erhoffen sich, dass in naher Zukunft in ganz Europa die von ihnen entwickelten Moos-Beutel für die Umweltüberwachung genutzt werden. (Quelle: Uni Freiburg)

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