Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

EU-Parlament: Stimmt über Gemeinsame Marktorganisation ab

Rukwied: "Die Entscheidung für verpflichtende Verträge muss den Mitgliedsstaaten überlassen sein."

Das EU-Parlamentsgebäude in Brüssel. Bild: Europäisches Parlament.

Die Abstimmung im Europäischen Parlament über die Vorschläge der EU-Kommission zur Änderung der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) wird vom Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, in aller Deutlichkeit kritisiert: „Mit diesen Vorschlägen schickt die EU unseren Sektor in die Planwirtschaft. Sie verursacht damit jährlich einen Milliardenschaden für die deutsche Landwirtschaft.“

Die EU will mit diesem Vorschlag obligatorische schriftliche Verträge für die Lieferungen von Milch, Fleisch, Obst, Gemüse, Getreide und weiteren Produkten festlegen. „Diese Entscheidung widerspricht allen Grundsätzen der unternehmerischen Freiheit und der freien Marktwirtschaft in Europa. Durch eine Vertragspflicht erwarten wir massive wirtschaftliche Nachteile, niedrigere Erzeugerpreise, einen Bürokratieaufbau und somit höhere Kosten,“ so Rukwied weiter.

Die Verhandlungen werden nun im Trilog mit dem Europäischen Rat und der EU-Kommission fortgesetzt. „Als deutsche Landwirte lehnen wir diesen Vorschlag im Grundsatz ab. In den anstehenden Trilog-Verhandlungen muss sich die Bundesregierung nun dafür einsetzen, dass es letztlich Entscheidung der Mitgliedsstaaten bleibt, ob sie verpflichtende Verträge einführen oder nicht.“

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