Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

EU: Keine Patente auf pflanzliches Material

Das Europäische Patentamt will Patente auf Pflanzen aus biologischen Züchtungsverfahren künftig nicht mehr zulassen. Der ZVG begrüßt die Entscheidung des Patentamtes.

Am 28. und 29. Juni 2017 hat der Verwaltungsrat des Europäischen Patentamtes (EPA) die, im November 2016 veröffentlichte, Klarstellung der EU-Kommission zur Nicht-Patentierbarkeit von Produkten aus im Wesentlichen biologischen Verfahren zur Umsetzung in die Verwaltungspraxis des EPA angenommen.

Eine Umsetzung dieser Entscheidung wird laut EPA bereits ab dem 1. Juli 2017 erfolgen. Geändert wird dann die Ausführungsordnung zum Europäischen Patentübereinkommen (EPÜ), die dem deutschen § 2 a Patentgesetz (PatG) entspricht.

Seit der sogenannten Brokkoli II-Entscheidung der Großen Beschwerdekammer des EPA war eine solche Anpassung der Erteilungspraxis intensiv diskutiert worden. Bertram Fleischer, Generalsekretär des Zentralverbandes Gartenbau e.V. (ZVG) zeigte sich erfreut über die nun endlich erfolgte Klarstellung durch das EPA: „Durch die Entscheidung wird die Patentierung von Pflanzen, die mit im Wesentlichen biologischen Verfahren hergestellt werden, endlich Vergangenheit sein. Dies ist für unsere Gärtner und Züchter eine große Erleichterung und entspricht unserer Forderung. Wir haben stets darauf hingewiesen, dass der Sortenschutz ein ausreichendes Instrument ist. Er ist das primäre Schutzrecht für Pflanzensorten“, erklärt Fleischer.

Der im Sortenschutz verankerte Züchtungsvorbehalt erlaubt die Züchtung mit geschützten Pflanzensorten und eine grundsätzlich freie Vermarktung der auf diese Weise neu gezüchteten Pflanzensorten. „Pflanzenzüchtung und neue Pflanzensorten bilden die Grundlage für Innovationen im Gartenbau und sind Motor für den Züchtungsfortschritt“, so Fleischer weiter. (ZVG)

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