Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Eschentriebsterben – das Aus für Eschen?

Chalara fraxinea unter Verdacht: Verursacht der Pilz das Eschentriebsterben, das jetzt zum Pflanzverbot für diese Baumart führte?

Die Esche (Fraxinus) sollte die Artenvielfalt unserer Wälder bereichern. Im Vergleich mit anderen Bäumen galt sie als wenig empfindlich gegenüber Schaderregern. Mecklenburg-Vorpommern hat nun die Anpflanzung von Eschen verboten, nachdem immer mehr Bäume neuartige Schäden zeigen. Als Verursacher vermutet man den in Deutschland bisher unbekannten Pilz Chalara fraxinea.

Der Pilz steht unter Verdacht, das Eschentriebsterben zumindest mit zu verursachen, das sich seit den 90er Jahren ausbreitet. Vom Baltikum und von Polen kommend drang Chalara fraxinea sehr schnell nach Skandinavien und Deutschland vor. 2007 wurde der Pilz erstmals hier entdeckt und beschrieben. Noch ist unklar, welche Bedeutung er für die Schadentwicklung hat. Faktoren wie Trockenheit, Frost und wechselnde Winterwitterung kommen als (Mit-)Verursacher in Betracht.

Seit 2002 sind kränkelnde Eschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz beobachtet worden, berichtet Dr. Michael Habermann, Göttingen, in der Fachzeitschrift Land & Forst. Typische Symptome sind Welkeerscheinungen, vorzeitiger Blattfall und ein auffälliges Wipfeltriebsterben in Verbindung mit Rindennekrosen. Die Krankheit ist häufig chronisch; bei jungen Bäumen kann sie zum Absterben führen. Noch sind nicht alle Zusammenhänge klar. Es spreche sehr viel für Chalara fraxinea als primären Schaderreger, erklärt Habermann. Möglicherweise wirken Insekten als Überträger des Pilzes, wie beispielsweise beim Ulmensterben der Ulmensplintkäfer. Über molekulargenetische Verfahren hofft man die verwandtschaftlichen Beziehungen zu anderen Schaderregern wie der Platanenwelke und der Eichenwelke, zum Ulmensterben sowie zu Bläueerregern an Nadelgehölzen zu klären. (Quelle: Profil-Online)

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