Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Erzeugerpreise: +3,7% gegenüber März 2020

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im März 2021 um 3,7% höher als im März 2020.

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im März 2021 um 3,7 % höher als im März 2020.Bild: Destatis.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war dies der höchste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit November 2011 (+4,6%). Gegenüber dem Vormonat stiegen die gewerblichen Erzeugerpreise um 0,9%.

Hauptverantwortlich für den Anstieg der gewerblichen Erzeugerpreise gegenüber März 2020 war die Preisentwicklung bei Energie und bei den Vorleistungsgütern.

Höhere Strompreise verursachen Anstieg der Energiepreise

Die Energiepreise waren im März 2021 im Durchschnitt 8,0% höher als im Vorjahresmonat. Gegenüber Februar 2021 stiegen diese Preise um 0,9%. Die Veränderungsrate gegenüber März 2020 wird hauptsächlich durch den Anstieg der Strompreise (+9,6%) beeinflusst, darüber hinaus auch durch die seit Januar 2021 teilweise zusätzlich anfallende nationale CO2-Bepreisung auf das Inverkehrbringen CO2-verursachender Brennstoffe wie Mineralölerzeugnisse und Erdgas. So stiegen die Preise für Erdgas bei einer Jahresabgabe von 116 300 Megawattstunden an die Industrie ohne die CO2-Bepreisung um 7,0% gegenüber dem Vorjahresmonat, mit CO2-Bepreisung stiegen sie um 18,2%.

Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise 2,4% höher als im März 2020.

Deutliche Preisanstiege bei den Vorleistungsgütern, vor allem bei Sekundärrohstoffen, Holz und Metallen

Vorleistungsgüter waren 5,7% teurer als im März 2020. Dies war der höchste Preisanstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Juli 2011 (+5,8%). Gegenüber Februar 2021 stiegen diese Preise um 1,6%. Besonders stark waren die Preisanstiege gegenüber dem Vorjahr bei metallischen Sekundärrohstoffen (+46,8%), aber auch bei Futtermitteln für Nutztiere (+15,9%), gesägtem und gehobeltem Holz (+13,9%) und Metallen (+12,9%). Nichteisenmetalle und deren Halbzeug kosteten 17,9 % mehr, die Preise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen waren 17,5% höher. Hauptgründe für die anziehenden Stahlpreise dürften die steigende Nachfrage im In- und Ausland, Probleme in der Versorgung mit Rohstoffen und kräftige Preissteigerungen bei Eisenerz sein. Nur wenige Vorleistungsgüter kosteten weniger als im Vorjahresmonat. Hierzu gehörten elektronische Bauelemente (-9,5%).

Die Preise für Gebrauchsgüter waren im März 2021 um 1,4% höher als ein Jahr zuvor. Investitionsgüter, wie beispielsweise Maschinen und Fahrzeuge, kosteten 0,9% mehr.

Sinkende Schweinefleischpreise führen zu Preisrückgang bei Verbrauchsgütern

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im März 2021 um 1,4% niedriger als im März 2020, stiegen jedoch gegenüber Februar 2021 um 0,9%. Nahrungsmittel waren 2,5% günstiger als im Vorjahr, verursacht insbesondere durch die Preisrückgänge für Schweinefleisch um 20,8%. Gegenüber dem Vormonat Februar stiegen die Preise für Schweinefleisch jedoch um 13,3%. Verarbeitetes Fleisch kostete 8,8% weniger als im März 2020. Demgegenüber kostete Butter 8,6% mehr als im März 2020. Allein gegenüber Februar 2021 stiegen diese Preise um 7,7%. Zucker war 13,2% teurer als im Vorjahresmonat. (Destatis)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.