Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Ertragssicherung: Vögel wirkungsvoll vertreiben

Einen nicht zu unterschätzenden Schaden können Tauben, Krähen oder Stare im Obst- und Gemüsebau anrichten. Sie ziehen frischgepflanzte Setzlinge aus Beeten und Feldern oder picken Salate und Früchte an.

Einen nicht zu unterschätzenden Schaden können Tauben, Krähen oder Stare im Obst- und Gemüsebau anrichten. Sie ziehen frischgepflanzte Setzlinge aus Beeten und Feldern oder picken Salate und Früchte an. Auf einem Praxistag der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen konnten sich Gärtner und Landwirte im Versuchszentrum Gartenbau in Köln-Auweiler informieren, wie sie Schäden durch Wild und insbesondere Vögel sicher vermeiden können. Nach Einschätzung der Experten bieten Netze die sicherste Möglichkeit Tauben und Krähen von Kulturen fernzuhalten. Gegen ihren Einsatz sprechen die Anschaffungskosten sowie der Arbeitsaufwand für das Aufhängen und die Pflege der Netze.

Eine Alternative sind akustische Geräte. Sie vertreiben die Vögel durch laute Schüsse bzw. ahmen Raubvogelgeschrei nach. Problematisch ist ihr Einsatz in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten oder in Lärmschutzzonen. Die Immissionsschutzgesetze des Bundes und der Länder regeln Abstand und Lautstärke der Anlagen. Neu im Einsatz gegen Schadvögel sind Lasergeräte. Mit einem Standgerät wird eine Fläche von 2 km automatisch abgetastet, so dass der Einsatz auf großen Flächen möglich ist. Versuche belegen, dass der Laser einen zuverlässigen Fluchtreflex bei Vögeln auslöst. Ebenfalls ausgelöst wird der Fluchtreflex, sobald Vögel die bewegte Silhouette von Raubvögeln über sich wahrnehmen. Dieses Verhalten wird ausgenutzt beim Einsatz von Flugdrachen. Dabei bestimmen die Höhe und die Windverhältnisse den Umkreis des geschützten Raumes. Bei einer Flughöhe von 11 m können ca. 1,5 ha Anbaufläche geschützt werden.

Insbesondere bei optischen und akustischen Geräten muss darauf geachtet werden, einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden. Flugdrachen, Spiegel oder Ballons, die mit aufgedruckten "Raubvogelaugen" aufscheuchen, müssen mindestens wöchentlich anders platziert werden. Bei akustischen Geräten ist unregelmäßiges mehrmaliges Signalgeben etwa durch Schüsse, einer regelmäßig wiederkehrenden Einzelschussfolge vorzuziehen.

Welches System für die eigene Kultur geeignet ist, lässt sich am besten im Rahmen einer individuellen Beratung feststellen. (Quelle: QS Infobrief) 

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