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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Erfahrungsbericht: Pflanzenschutz im Gemüsebau
Zum ca. 35 Hektar großen Areal gehören 7,5 ha Glas- und Folienhäuser und ca. 25 ha Freilandfläche. Durch optimale Kulturbedingungen und vorbeugenden Nützlingseinsatz verzichtet die Gärtnerei weitestgehend auf chemische Pflanzenschutzmittel. Seit Anfang 2023 besitzt die Firma das Akku-Sprühgebläse AS 1200 von Birchmeier und ist damit mehr als zufrieden, denn aufgrund der hervorragenden Durchdringung und Benetzung der Blätter wirkt das aufgetragene Mittel viel effektiver.
Als regionaler Erzeuger von Gemüse, Salaten und Kräutern setzt die Gärtnerei Kiemle aus Bietigheim-Bissingen auf integrierten Pflanzenschutz. Ziel ist es, die Pflanzen gesund zu erhalten und dabei so wenig wie möglich Pflanzenschutzmittel einzusetzen. Dabei ist die Auswahl von widerstandsfähigen und geeigneten Sorten, die bedarfsgerechte Düngung und die Verwendung von Pflanzenstärkungsmitteln die Grundlage.
Das Herzstück des integrierten Pflanzenschutzes ist der Einsatz von Nützlingen gegen Schädlinge. Nur wenn die Schädlinge zu übermächtig werden und alle anderen praktikablen Möglichkeiten zur Abwehr und Bekämpfung ausgeschöpft sind, wird der Einsatz chemischer Mittel gezielt auf den Schädling und die jeweilige Situation zugeschnitten. Nach Möglichkeit erfolgt eine solche Anwendung dann auch nur punktuell.
Für diesen Einsatz hat der Familienbetrieb in diesem Jahr das akkubetriebene Rückensprühgerät REC 15 zusammen mit dem Akku-Sprühgebläse AS 1200 von Birchmeier angeschafft.
Der für den Pflanzenschutz verantwortliche Mitarbeiter Philipp Reinhold erläutert, wie sich durch die neue Sprühtechnik seine Arbeit verändert hat.
Die Gärtnerei nutzt das Sprühgebläse im Tunnel für die Behandlung von Junggemüse, Salaten und Kräutern, im Hochgewächshaus bei Gurken und Tomaten. Philipp Reinhold stellt fest, dass „wir im Gegensatz zu unserer vorher verwendeten Traktorspritze mit Pistole eine viel geringere Aufwandmenge haben. Außerdem ist das handgeführte Gerät schneller einsatzbereit."
Der gelernte Gärtner verwendet im Gebläse standardmäßig die orangene Düse für einen mittleren Austrag bis maximal 1,12 l/min. Das Rückensprühgerät stellt er bei 5 bar ein. Allerdings variiert er für eine effiziente Applikation die Luftgeschwindigkeit des Gebläses.
So behandelt Reinhold die Gurken und Tomaten im Hochgewächshaus mit niedriger Luftstufe 2 und die Jungpflanzen, Kräuter und Salate im Tunnel mit Stufe 4. Dabei lobt er das gleichmäßige Sprühbild und die bessere Benetzung der Pflanzen.
Mit dem vorher verwendeten Werfer bestand die Gefahr, die Pflanzen durch den harten Strahl zu verletzen. Waren einmal kleine Risse auf den Blättern, konnten Pilzsporen eindringen und die Ernte war in Gefahr. Nun hebt der Luftstrom des Gebläses die Blätter an, und verteilt das Mittel gleichmäßig, auch auf den Blattunterseiten.
So konnte Reinhold feststellen: „Wir verringern durch AS 1200 nicht unsere Sprühzyklen, benötigen aber eine viel kleinere Aufwandmenge an Sprühmittel und das Präparat kommt jetzt genau dorthin, wo es wirkt". (Birchmeier Sprühtechnik AG)

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