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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
ERDE-Initiative: Ambitionierte Ziele
Die IK-Initiative ERDE (Erntekunststoffe Recycling Deutschland) verpflichtet sich, 65% aller in Deutschland auf den Markt gebrachten Silo- und Stretchfolien bis zum Jahr 2022 zu sammeln und zu recyceln. Offiziell überreicht wurde die freiwillige Selbstverpflichtung im Rahmen des Parlamentarischen Abend der Kunststoff verarbeitenden Industrie am 26. Juni 2019 in Berlin. Frau Dr. Regina Dube, Abteilungsleiterin Wasserwirtschaft, Ressourcenschutz und Anpassung an den Klimawandel im Bundesumweltministerium, nahm die Selbstverpflichtung entgegen. Unterzeichner sind neben der ERDE-Initiative die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, der Deutsche Raiffeisenverband, der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. sowie der Bundesverband Lohnunternehmen.
„Alle Erntekunststoffe sollen gesammelt und recycelt werden, um den Kreislauf zu schließen und den Eintrag von Kunststoffen in den Boden und die Umwelt zu vermeiden“, erläutert ERDE-Geschäftsführer und IK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Bruder die ambitionierten Ziele der ERDE-Initiative. Und er ergänzt: „Hersteller und Inverkehrbringer von Agrarfolien sind das Rückgrat der Initiative, ihr starkes finanzielles Engagement ermöglicht erst eine kostengünstige Rücknahme der gebrauchten Folien. Das ist gelebte erweiterte Produktverantwortung.“ Gleichzeitig werden durch den Ausbau des Recyclings die CO2-Emissionen reduziert.
Bisher werden 25% der Silo- und Stretchfolien von ERDE gesammelt und recycelt. Rund 70% der gesammelten Agrarfolien werden in Deutschland recycelt, die übrigen 30% im EU-Ausland. Die gebrauchten Folien werden zu wertvollen Rohstoffen, unter anderem für neue Agrar- und Baufolien, Bewässerungsschläuche und Müllbeutel.
Nächstes Ziel: Integration von Spargelfolien, Rundballennetzen und Mulchfolien
Die Aufnahme weiterer Erntekunststoffe in das Rücknahme- und Verwertungssystem ist erklärtes Ziel der Selbstverpflichtung. Zwar machen Silo- und Stretchfolien mit zwei Dritteln den Großteil der Anwendungen aus, zukünftig werden aber auch Spargelfolien, Rundballennetze und Mulchfolien in den Kreislauf integriert. Damit strebt ERDE eine ganzheitliche Verwertungslösung für alle Erntekunststoffe an.
Agrarhandel, Lohnunternehmen und Landwirte sind wichtige Säulen für den ERDE-Erfolg
Das ERDE-System basiert auf einer Vielzahl von Sammelstellen, die von den Mitgliedern der Verbände des Agrarhandels und der Lohnunternehmen in Zusammenarbeit mit dem Systembetreiber RIGK GmbH aufgebaut wurden.
„Das Konzept der Rücknahme funktioniert nur, wenn Hersteller, Inverkehrbringer und Landwirte eng zusammenarbeiten“, erläutert Dr. Henning Ehlers, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbandes die Beweggründe für die Unterstützung: „Unsere genossenschaftlichen Unternehmen tragen die ERDE-Initiative engagiert mit, schaffen immer mehr Sammelstellen und unterstreichen damit ihr Verständnis von nachhaltigem Ressourceneinsatz.“
Landwirte und Lohnunternehmen leisten durch sortenreine Trennung von Folien sowie durch die Vorreinigung einen aktiven Beitrag zum Recycling.
Die Fortschritte der ERDE-Initiative werden jährlich von externer Seite überprüft. Im Jahr 2023 werden gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium neue Meilensteine festgelegt.

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