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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Erdbeerernte 2018: Es geht los
Jetzt stehen sie wieder überall. Kleine Verkaufshäuschen an Straßen, Kreuzungen, Hofeinfahrten, mit eindeutiger Botschaft: Hier gibt es frische Erdbeeren aus Niedersachsen. Die Erdbeerernte in Niedersachsen hat begonnen. „Ab der ersten Maiwoche verkaufen wir aber nur die frühen Sorten aus dem geschützten Anbau“, sagt Peer Sander, Vorsitzender der Anbauvereins „Die Pflückfrischen e. V“. Das heißt, die Beeren sind in Folientunneln oder Gewächshäusern gereift. Bedeutet auch, die Mengen sind noch begrenzt und die Preise entsprechend höher. Doch mit jedem Sonnentag passiert auch auf den Feldern etwas. „Ab Mitte Mai etwa werden wir mit der Ernte auf den Feldern beginnen“, sagt Sander. Dann sind die Früchte unter Vlies und Folienabdeckungen voraussichtlich erntereif. Vorausgesetzt, die Wetterprognosen treffen ein und die Sonne bringt die Temperaturen in der nächsten Woche deutlich nach oben.
Noch etwas länger gedulden müssen sich die Leute, die sich ihre Erdbeeren am liebsten direkt vom Feld holen. „Die Selbstpflücke direkt auf dem Feld geht voraussichtlich Ende Mai so richtig los“, sagt Peer Sander. Aber die Geduld könnte sich lohnen, denn - das Beste kommt zum Schluss: „In der Selbstpflücke können wir die aromatischsten Sorten anbauen“, so Sander. Viele besonders geschmackvolle Sorten lassen sich nur sehr begrenzt lagern und schlecht über lange Strecken transportieren, sie schmecken am besten von der Hand in den Mund – oder direkt vom Feld nach Hause gebracht. 23 Erdbeerbauern in Niedersachsen gehören dem Verein „Die Pflückfrischen e. V.“ an und bieten Selbstpflücke-Felder an, auf denen jedermann und jede Frau Erdbeeren pflücken kann – so viele wie er oder sie mag. Der Name steht für die unvergleichliche Frische und das Aroma direkt gepflückter heimischer Erdbeeren. Wer wissen möchte, wo er die Selbstpflücke-Felder findet, schaut hier.
Niedersachsen ist noch vor Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg das Bundesland mit der größten Anbaufläche für Erdbeeren. Die Anbaufläche lag nach Angaben des Landesamtes für Statistik 2017 bei rund 3.700 ha. Insgesamt wurden 2017 in Niedersachsen nach amtlichen Angaben rund 35.000 t Erdbeeren geerntet. Die durchschnittliche Erntemenge lag in den vergangenen Jahren bei rund 40.000 t. (MG Nds)

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