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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Erdbeeren: Überwiegend positive Bilanz
Stürme und Kälteeinbrüche ließen die Erdbeerernte 2019 später in den Hochtunneln beginnen als vergangenes Jahr, so dass es zum spät im Jahr stattfindenden Osterfest nur wenige erste heimische Erdbeeren gab. Auch wurde die Erdbeerernte im Mai wegen der kühlen Temperaturen sowohl im Tunnel als auch im Freiland ausgebremst, was dazu führte, dass teilweise nicht immer genügend Erdbeeren am Markt waren. Spätfröste im Mai sorgten trotz Vlieseinsatz in manchen verfrühten Freiland-Erdbeeranlagen für Schäden.
Im Süden und Westen Deutschlands geht die Erdbeersaison nun ihrem Ende zu. Aktuell werden noch die Spätsorten und Terminkulturen bis Anfang/Mitte Juli geerntet. In Norddeutschland verlief die Ernte zu Beginn etwas schleppend, da sie sich durch die kühlen Temperaturen etwas auseinandergezogen hat. Aktuell ist die Freilandernte im Norden im vollen Gange. „Dank des Tunnelanbaus hatten wir in diesem Jahr ab Ende April tolle, schmackhafte Erdbeeren. Ohne den geschützten Anbau hätte es in Deutschland aufgrund der kühlen Witterung erst Mitte/Ende Mai heimische Erdbeeren gegeben. Leider haben Starkregen und Hagel die Erntemenge im Freiland vor allem im Süden bei manchen Betrieben reduziert“, erklärt Simon Schumacher, Vorstandssprecher des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e. V. (VSSE).
Auch Katrin Hetebrügge, Erdbeeranbauberaterin in Hessen, zieht eine überwiegend positive Bilanz: „Obwohl das Pflanzjahr 2018 wegen der Trockenheit schwierig war, verzeichnen die Anbauer in Hessen wider Erwarten recht gute Erträge bei der Erdbeerernte. Die Abstufung der einzelnen Verfrühungsmethoden hat gut funktioniert, es gab nur zwischendurch beim Übergang von der Ernte im Tunnel auf das Freiland etwas wenig Früchte. Auch war die Qualität der Erdbeeren bis zum Beginn der Hitze überwiegend gut“, bilanziert Katrin Hetebrügge, Erdbeeranbauberaterin in Hessen.
Tunnelanbau lässt Erdbeerernte sehr gut beginnen
Der späte Erntestart aufgrund des kühlen Mais konnte dank der Folientunnel etwas aufgefangen werden. „Diese Saison war ein recht normales Jahr. Für die Erdbeeren im Tunnel und die mit Vlies verfrühten Bestände lief es gut. Danach gab es zwei Wochen lang einen Preiseinbruch. Es gab nicht immer ausreichend Menge, und dennoch war der Preis zu niedrig. Auch konnten Flächen wegen Erntehelfermangel teilweise nicht beerntet werden“, erklärt Ludger Linnemantöns, Erdbeeranbauberater aus Nordrhein-Westfalen. Der geschützte Anbau wird vor allem zum Schutz der späteren Kulturen etwas zunehmen. Aktuell liegt der Anteil des geschützten Anbaus am gesamten Erdbeeranbau laut Statistischem Bundesamt 2018 bei 12% der Erdbeeranbaufläche im Ertrag. Dabei liegt der Ertrag im geschützten Anbau um 60% höher als im Freiland.
Erntehelfermangel besteht nach wie vor
Die Sorge, zur Saison ausreichend Erntehelfer und Erntehelferinnen vor Ort zu haben, beschäftigte die Erdbeeranbauer auch 2019 intensiv. Viele Betriebsleiter waren gezwungen, in der laufenden Ernte für Personalersatz zu sorgen. „Die Stimmung bei den Erdbeeranbauern ist gedämpft positiv. Die Saison verlief normaler als 2018. Das Problem mit den Saisonarbeitskräften ist groß,“ erklärt Christof Steegmüller, Erdbeeranbauberater in Baden-Württemberg und der Pfalz.

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