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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Energieeffizienzgesetz: Endlich wird nachjustiert
Der ZVG hatte sich bereits seit langem für eine Anhebung der Schwellenwerte auf europäisches Niveau eingesetzt. Er hatte mehrfach kritisiert, dass die frühere Bundesregierung bei der nationalen Umsetzung der EU-Richtlinie eine deutliche Verschärfung der Schwellenwerte trotz entsprechender Hinweise aus der Praxis beschlossen hatte.
„Zu den ohnehin hohen CO2-Kosten drohten weitere Belastungen durch steigende Energiebürokratie“, erklärt ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer. Viele Betriebe hätten dadurch vor der absurden Situation gestanden, dass sie erhebliche Ressourcen in Dokumentation und Zertifizierung investierten mussten, statt in konkrete Energieeinsparmaßnahmen.
Die nun geplanten Anpassungen greifen zentrale Forderungen des ZVG auf und sind auch im Koalitionsvertrag als Ziel verankert. Der Verband wertet dies als wichtigen Erfolg für den Gartenbau und als notwendigen Schritt hin zu praxistauglicheren Regelungen.
Zudem begrüßt der ZVG die verlängerten Umsetzungsfristen sowie den Wegfall zusätzlicher Anforderungen wie der Wirtschaftlichkeitsbewertung nach DIN 17463 und der Pflicht zur Veröffentlichung von Maßnahmenplänen. Auch die Streichung der Meldepflichten für Abwärmedaten sowie der Auskunftspflichten gegenüber Wärmenetzbetreibern bewertet der ZVG als wichtigen Beitrag zum Bürokratieabbau.
Trotz der überwiegend positiven Ansätze sieht der ZVG weiterhin Anpassungsbedarf. Die verpflichtenden Zertifizierungen nach DIN ISO 14001 oder DIN ISO 50001 stellten für viele klein- und mittelständische Gartenbaubetriebe eine deutliche Mehrbelastung dar und verschärften den Kostendruck.
Der ZVG fordert daher ergänzend zur Anhebung der Energieschwellenwerte die Einführung praxistauglicher Alternativen, wie ein vereinfachtes Energiemanagementsystem. Dafür müsste eine Zertifizierungsmöglichkeit auf nationaler Ebene geschaffen werden. (ZVG)

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