Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ENA: Sommertagung in Istanbul

Die ENA-Delegierten diskutierten auf der diesjährigen Sommertagung vom 25. bis 28. Juni in der Türkei die aktuellen europäischen Branchenthemen. Der Vorschlag der EU zur neuen Pflanzenschutzrichtlinie stand ebenso auf der Tagesordnung wie die geplante Verordnung zur Renaturierung.

Die ENA-Sommertagung in Istanbul berät weitere Schritte bei der EU-Pflanzenschutzrichtlinie. Bild: BdB.

Die ENA-Generalversammlung fand auf Einladung des türkischen Baumschulverbandes in Istanbul statt. Das Themenspektrum erstreckte sich vor allem auf aktuelle EU-Gesetzgebungsvorhaben. In Bezug auf die EU-Pflanzenschutzrichtlinie SUR bekräftigen die ENA-Delegierten ihre kritische Haltung. Angesichts der Maximalforderungen, die von der Berichterstatterin im Europäischen Parlament, Sarah Wiener, vertreten werden, plädierte man in Istanbul für eine Ausnahme der Sonderkultur Baumschule von der Regelung, in sog. sensiblen Gebieten keinen konventionellen Pflanzenschutz mehr zur Anwendung bringen zu dürfen. Gleiches gilt für die immensen bürokratischen Aufzeichnungspflichten in den Betrieben. Am sinnvollsten erachteten die Vertreter der europäischen Baumschulverbände einen überarbeiteten Kommissionsvorschlag nach den Neuwahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 2024. Die gleiche Haltung nahmen die ENA-Vertreter in Bezug auf das EU-Nature restoration law ein, einer geplanten EU-Verordnung, die weitgehende Flächenstilllegungen innerhalb der Europäischen Union zur Folge hätte. Die ENA wird in den nächsten Wochen ihr Lobbying zu beiden Vorhaben in Brüssel fortsetzen. Die Vertreter des BdB riefen zudem die Delegierten der übrigen EU-Länder auf, bei ihren nationalen Regierungen und EU-Abgeordneten noch einmal separat vorstellig zu werden.

Um künftig die wichtigen Themen der Nachhaltigkeit auf ENA-Ebene besser anpacken zu können, wurde BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit gewählt. Problemlagen liegen hier insbesondere bei der Verwendung von Plastik, von Torf und von Düngemitteln.

Im Anschluss an die Generalversammlung besuchten die ENA-Delegierten mehrere Baumschulen nahe Istanbul, um sich über den Produktionsstandard und die Marktperspektiven zu informieren.

Die nächste ENA-Generalversammlung findet traditionell am Rande der IPM in Essen im Januar 2024 statt. 

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