Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Emsland: Biologie-Studentin engagiert sich in der Torfmooskultivierung

Dorothea Rammes studiert an der Radboud-Universität in Nimwegen Biologie und absolviert seit November 2015 ein sechsmonatiges Praktikum bei Klasmann-Deilmann.

Dorothea Rammes studiert an der Radboud-Universität in Nimwegen Biologie und absolviert seit November 2015 ein sechsmonatiges Praktikum bei Klasmann-Deilmann. Im Rahmen ihrer Master-Arbeit untersucht sie die Auswirkungen verschiedener Wasserqualitäten auf die Torfmooskultivierung. Ein kleiner Einblick in ihren Werdegang und aktuellen Arbeitsalltag.

Um auf der ehemaligen Torfgewinnungsfläche „Drenth“ nicht einzusinken, trägt Dorothea Rammes Schneeschuhe und kniet auf fünf Meter langen Brettern. Die Praktikantin hält einen Eimer mit Torfmoosen in der Hand und verteilt sie auf dem Boden. Anschließend folgt eine Lage Stroh, um die empfindlichen Moose vor den Wettereinflüssen zu schützen. An anderer Stelle nutzen ihre Kollegen Vlies. Später analysiert das Team, welche Variante besser funktioniert.

Klasmann-Deilmann – dieser Name war der 24-jährigen Emsländerin natürlich aufgrund der räumlichen Nähe schon bekannt. Hellhörig machte sie ihr erstes Praktikum beim Naturschutzbund Deutschland. In den sechs Monaten beim NABU befasste sie sich mit Grünlandschutz in Überschwemmungsgebieten der Ems. Als sie Klasmann-Deilmann in dieser Zeit mit einer NABU-Delegation besuchte, lernte sie den Substrathersteller aus der Nachbarschaft genauer kennen.

Eine Präsentation von Jan Köbbing aus dem Bereich „Land Use“ bei Klasmann-Deilmann motivierte die Studentin schließlich, sich um ihr aktuelles Praktikum zu bewerben. Jan Köbbing hatte über das von ihm geleitete Torfmoosprojekt referiert – das weltweit größte Projekt zur Kultivierung von Torfmoosen: Bis Ende 2016 werden zehn Hektar ehemalige Torfgewinnungsflächen mit Moosen beimpft. Daraus will Klasmann-Deilmann einen nachwachsenden Rohstoff für die Substratherstellung generieren. Das faszinierte Dorothea Rammes, die aus ihrer Vorliebe für das Schulfach Biologie heraus bereits den entsprechenden Studiengang gewählt und ein besonderes Interesse für den Naturschutz und nachwachsende Rohstoffe entwickelt hatte.

In ihrem Arbeitsalltag unterstützt sie Jan Köbbing und sein Team nicht nur beim Ausbringen und Abdecken der Torfmoose. Die Biologie-Studentin und ihre Kollegen installieren Dämme in Gräben, um den Wasserfluss zu den Moosflächen zu optimieren. Im Gewächshaus bauen sie verschiedene Moosarten auf Schwarztorf und zum Vergleich auf Weißtorf an, führen Experimente durch. „Wir mischen beispielsweise unterschiedliche Nährstoffe bei und testen verschiedene Wassertypen und Zusätze“, erklärt Dorothea Rammes, die regelmäßig auf den Freiflächen die Wasserstände überprüft, um für die Moose bestmögliche Bedingungen zu schaffen.

Sie schätzt die Abwechslung zwischen den Arbeiten im Feld und im Büro. Dort füttert sie den Computer mit all den erhaltenen Daten und wertet sie aus. Auch dabei ist die Biologie-Studentin engagiert bei der Sache, möchte eine gute Master-Arbeit schreiben und vor allem dazu beitragen, dass die Torfmoose gedeihen und es eine ertragreiche Ernte gibt. (Klasmann Deilmann)

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