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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Einzelhandel: Weitere Stabilisierung der Tarifbindung
Nachdem im vergangenen Jahr sogar ein leichter Zuwachs bei der Tarifbindung in der Branche um 1% zu verzeichnen war, stabilisiert sich der Branchenwert im Zweijahresvergleich bei 28%. „Branchenübergreifend war die Tarifbindung über viele Jahre immer etwas rückläufig. Daher ist diese Stabilisierung im Einzelhandel bemerkenswert. Zu bedenken ist schließlich auch, wie angespannt die finanzielle Lage für große Teile der Branche in den vergangenen beiden Jahren pandemiebedingt war und weiterhin ist“, so Steven Haarke, HDE-Geschäftsführer Arbeit und Soziales. Umso erfreulicher sei es, dass die IAB-Daten das ansteigende Interesse der Unternehmen vor allem auch an den Branchentarifverträgen belegten. Dennoch ist der im aktuellen Koalitionsvertrag angekündigte Dialog der Politik mit den Sozialpartnern zur Stärkung der Tarifbindung aus Sicht des HDE wichtig und zielführend.
Der Verband stehe bereit, sich in den Dialog einzubringen. „Als Arbeitgeber haben wir bereits in der Vergangenheit konstruktive Vorschläge unterbreitet, wie sich die Tarifbindung wieder effektiv steigern lässt, ohne dabei aber die Tarifautonomie zu beschädigen“, betont Haarke. So benötigten die Tarifpartner zunächst wieder mehr Handlungsspielraum, um im vollen Umfang gestalterisch tätig werden zu können. Dies setze zum einen voraus, dass nicht immer mehr traditionelle Gestaltungsfelder der Tarifpolitik durch den Gesetzgeber abschließend geregelt würden. Zum anderen müsse den Tarifvertragsparteien noch häufiger als bisher durch zusätzliche Öffnungsklauseln die Möglichkeit eingeräumt werden, in Tarifverträgen vom gesetzlichen Status quo abzuweichen. „Die Tarifpartner könnten dann praxisnahe und zeitgemäße Tarifverträge vereinbaren, die den Unternehmen einen echten Mehrwert bieten. In der Folge würde die Attraktivität von Tarifverträgen insbesondere im Mittelstand wieder deutlich ansteigen“, so Haarke weiter. Branchenübergreifend waren in Deutschland 2021 noch immer 52% der Arbeitnehmer in einem tarifgebundenen Unternehmen beschäftigt. Dies entspricht für 2021 gesamtwirtschaftlich im Vorjahresvergleich sogar einem leichten Zuwachs von 1% (2020: 51%). (PdH)

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