Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

EHI-Studie: Einzelhandel hält Lebensmittelabfälle gering

In den letzten Wochen wurde dem Einzelhandel immer wieder vorgeworfen, große Mengen an noch genießbaren Lebensmitteln im Müll zu entsorgen. Jetzt sorgt eine neue Studie des EHI Retail Institute e.V. (EHI) für Klarheit.

In den letzten Wochen wurde dem Einzelhandel immer wieder vorgeworfen, große Mengen an noch genießbaren Lebensmitteln im Müll zu entsorgen. Jetzt sorgt eine neue Studie des EHI Retail Institute e.V. (EHI) für Klarheit. Das EHI kommt in seiner Untersuchung zu dem Ergebnis, dass im deutschen Lebensmitteleinzelhandel umgerechnet auf den einzelnen Verbraucher pro Jahr weniger als 4 kg Lebensmittel vernichtet werden. Das entspricht pro Kopf einem Warenwert von 15 Euro pro Jahr. In den Hausmüll wirft jeder Verbraucher pro Jahr 80 kg Lebensmittel im Wert von 310 Euro. Dies ist das Ergebnis der 2011 veröffentlichten Cofreso-Studie.

HDE-Geschäftsführer Kai Falk: „Bisher waren teilweise horrende Fantasiezahlen im Umlauf. Die aktuelle Studie rückt die Verhältnisse zurecht. Die Untersuchung zeigt ganz deutlich, dass es dem Einzelhandel gelingt, die Menge der Lebensmittelabfälle so gering wie möglich zu halten.“

Nach EHI-Angaben ist die Menge der weggeworfenen Lebensmittel im Handel damit geringer als die entsprechende Menge, die 100 Verbraucher im gleichen Zeitraum im Hausmüll entsorgen. Falk: „Wenn man dann noch in Rechnung stellt, dass jeder Händler rund 2.000 Verbraucher versorgt, ist das eine ganz ausgezeichnete Bilanz. Aber natürlich ruhen wir uns auf diesen Lorbeeren keineswegs aus.“ Der Einzelhandel versucht mit vielfältigen Maßnahmen, die Menge der Lebensmittelabfälle so gering wie irgend möglich zu halten: Sei es mit Hilfe von ausgefeilten Warenwirtschaftssystemen, die es ermöglichen, die Warenversorgung immer besser an die tatsächliche Nachfrage der Konsumenten anzupassen oder durch kürzere Bestellrhythmen und kleinere Bestellmengen, die helfen, bei verderbgefährdeten Produkten Abfälle zu vermeiden. Außerdem ist der Einzelhandel einer der größten Spender für die Tafelbewegung und spendet Lebensmittel, die nicht mehr verkauft, aber noch gegessen werden können. (PdH)

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