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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
EHI: Kartenumsatz steigt, mobiles Bezahlen ist Trend
„Nur noch ein gutes Drittel des Einzelhandelsumsatzes von 495 Mrd. Euro wird mit Bargeld erzielt“, erklärt Horst Rüter, Leiter des Forschungsbereichs Payment und Autor der EHI-Studie „Zahlungssysteme im Einzelhandel 2025“ auf dem EHI Payment Kongress in Bonn, „aber gemessen an der Zahl der Transaktionen bleibt Bargeld vorerst noch die beliebteste Zahlart.“
Anteile der Zahlungsarten
Innerhalb der Zahlungsarten sinkt der Umsatzanteil von Bargeld um 1,7 Prozentpunkte auf nun 33,8% (2023: 35,5%). Betrachtet man aber die Anzahl der Einkäufe, zeigt sich, dass Bargeld noch bei mehr als der Hälfte (54,6%) der rund 20 Mrd. Transaktionen in 2024 zum Einsatz kommt.
63,5% des Einzelhandelsumsatzes wurden in 2024 mit Kartenzahlungen generiert. Die restlichen prozentualen Anteile entfallen im Wesentlichen auf Finanz- und Rechnungskäufe sowie Gutscheine und Gutscheinkarten. In den Corona-Jahren war die Zahl der Einkäufe in deutschen Einzelhandelsgeschäften auf 16,6 Mrd. zurückgegangen. In 2024 sind die Einkäufe wieder exakt auf dem Vor-Pandemie-Level, das sind durchschnittlich 239 physische Einkäufe pro Kopf bzw. rund 484 Einkäufe pro Haushalt und Jahr.
Anteile der Kartenzahlungen
Innerhalb der Kartenzahlungen bleibt die Girocard – trotz eines Rückgangs von 0,9 Prozentpunkten – mit 41,5% Marktführer im stationären Einzelhandel. Internationale Debitkarten (Visa Debit, Debit Mastercard) verzeichnen ein signifikant starkes Wachstum von 2,8 Prozentpunkten auf nun 6,9% Umsatzanteil; Kreditkarten müssen ein leichtes Minus von 0,3 Prozentpunkten hinnehmen und landen bei 8,3%. Sepa-Lastschrift bringt es auf 6,2%.
Zusammen machen Kreditkarten und „New Debits“ nun bereits 15,2% des stationären Einzelhandelsumsatzes aus. Für den Einzelhandel sind internationale Debitkarten allerdings rund drei- bis viermal teurer als die Girocard.
Anteile Mobile Payment
Mehr als 44% der Einkäufe bezahlt die Kundschaft mittlerweile mit Karte – entweder direkt mit einer physischen Karte oder als digitale Variante im Smartphone hinterlegt. In nur fünf Jahren hat sich der Anteil damit verdoppelt. 5,7% aller Bezahlvorgänge im stationären Einzelhandel sind mittlerweile mobil z.B. mit Apple Pay oder Google Pay. Das ist eine signifikante Steigerung, sind es doch bereits 12,9% aller unbaren Bezahlvorgänge. Im Vorjahr waren es noch 7,5%.
CashBack
Die komfortable Bargeldauszahlung via Girocard an den Kassen des Einzelhandels legt weiter zu. 13,57 Mrd. Euro haben sich Kundinnen und Kunden auszahlen lassen (2023: 12,31 Mrd. Euro). Die Bargeldausgabe ist für den Einzelhandel gebührenpflichtig und hat im letzten Jahr rund 19 Mio. Euro gekostet (2023: 17 Mio. Euro).
Investitionen
Nach drei Jahren Rückläufigkeit steigt die Investitionsbereitschaft des Handels in die Payment-Infrastruktur erstmals wieder deutlich an. Im Vordergrund stehen modernere Zahlungsterminals und Mobilitätslösungen. Das zeigt sich auch bei der immer weiter fortschreitenden Umstellung von physischen zu digitalen Loyalty-Systemen, bei denen die Kunden-App die Kundenkarte ersetzt. Außerdem geht es darum, den Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes gerecht zu werden, nach dem alle gehandicapten Menschen einen adäquaten und diskriminierungsfreien Zugang zum bargeldlosen Bezahlen ermöglicht wird.

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