Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

EDEKA Rhein-Ruhr: Eröffnet Logistikzentrum

In nur zwei Jahren Bauzeit wurden die 90.000 Quadratmeter großen Lagerhallen fertiggestellt – auf einem Areal von insgesamt 288.000 Quadratmetern.

In nur zwei Jahren Bauzeit wurden die 90.000 Quadratmeter großen Lagerhallen fertiggestellt – auf einem Areal von insgesamt 288.000 Quadratmetern. Bild: EDEKA Rhein-Ruhr.

Den Anfang machte das Tiefkühllager: Im Juni zog mit dieser Warengruppe der erste Teilbereich von Moers nach Oberhausen und nahm den Betrieb am neuen Standort auf. Wenige Wochen später folgte die „Frische“ – also Obst, Gemüse und Molkereiprodukte. Jetzt haben sich die Prozesse für diese beiden Warengruppen eingespielt und EDEKA Rhein-Ruhr lud zur Teileröffnung des Lagers an den Goldammerweg ein.

Peter Wagener, Geschäftsführer EDEKA Rhein-Ruhr, nutzte den Anlass, um auf die grundsätzliche Bedeutung der Handelslogistik hinzuweisen: „In der Pandemie haben wir gezeigt, dass wir auch unter schwierigen Bedingungen eine hervorragende Lebensmittelversorgung in Deutschland sicherstellen können. Mit unserem neuen Logistikzentrum in Oberhausen bauen wir unsere Leistungsfähigkeit weiter aus.“ Für ihn ist das nur mit den richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich. Aktuell arbeiten bereits über 400 Menschen am neuen Standort. Der größte Teil hat zuvor im Lager Moers gearbeitet, rund 70 Stellen wurden bereits neu geschaffen. Perspektivisch soll die Zahl der Mitarbeitenden auf bis zu 1.000 anwachsen. 33 verschiedene Berufsbilder gibt es im Logistikzentrum, in vier bildet das Unternehmen schon jetzt in Oberhausen aus.

Bauphase verlief planmäßig

In nur zwei Jahren Bauzeit wurden die 90.000 Quadratmeter großen Lagerhallen fertiggestellt – auf einem Areal von insgesamt 288.000 Quadratmetern. Dabei investierte EDEKA Rhein-Ruhr rund 110 Mio. Euro in den Bau sowie weitere 90 Mio. in die technische Infrastruktur. „Gemeinsam mit Witron haben wir es geschafft, das Wissen und die Kompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich mit technischen Lösungen zu verknüpfen und viele Bereiche zu automatisieren. Ähnliches ist uns im Obst- und Gemüsebereich mit Cimcorp gelungen. Wir gehören zu den ersten Unternehmen in Deutschland, die sich überhaupt an automatisierte Prozesse für diese empfindlichen Lebensmittel wagen“, erläutert Andy Bertmann, Logistikleiter EDEKA Rhein-Ruhr.

Nachhaltige Energieversorgung

Neben den technischen Innovationen setzte EDEKA auch auf ökologische Aspekte. Das Wichtigste sind sicherlich die rund drei Mio. LKW-Kilometer, die jährlich eingespart werden. Hinzu kommt ein eigenes Blockheizkraftwerk, das den Energiebedarf zum Heizen und Kühlen selbst erzeugt – zu großen Teilen aus der Wärme, die in den Hallen entsteht.

Daniel Schranz, Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen, hob vor allem die Bedeutung des Neubaus für den Standort hervor: „Ein besseres Beispiel für Strukturwandel könnte man sich kaum ausdenken: Hier, wo erst die Zeche Hugo ihre Werkstätten hatte und später ein Teil der nationalen Kohlereserve gelagert wurde, steht nun eins der modernsten Lebensmittellager Deutschlands. Wir sind froh, dass EDEKA Rhein-Ruhr Oberhausen mit seiner logistisch hervorragenden Lage als Standort für dieses Projekt gewählt hat – und beeindruckt von der Geschwindigkeit, in der der Bau realisiert wurde. Ich danke allen Beteiligten und wünsche viel Erfolg für die weitere Entwicklung.“

In den kommenden Monaten wird die teilautomatische Obst- und Gemüsekommissionierung in Betrieb genommen. Ab dem Frühjahr zieht das sogenannte „Trockensortiment“ von Moers nach Oberhausen und schließt das Projekt damit ab. (EDEKA Rhein-Ruhr)

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