Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

EDEKA Minden-Hannover: Ab sofort wieder Gemüse mit geringerem Düngereinsatz

EDEKA unterstützt auch in diesem Jahr das Projekt REVIEW.

Seit dieser Woche können die Kunden Blumenkohl, Brokkoli, Eisbergsalat und Kohlrabi aus dem düngerreduzierten Anbauverfahren erwerben und gleichzeitig aktiv etwas für den Gewässerschutz tun. Bild: EDEKA Minden-Hannover/Christian Schwier.

Die EDEKA Minden-Hannover verkauft auch in diesem Jahr wieder weniger gedüngtes Gemüse in 36 ausgewählten Märkten in Niedersachsen, Bremen und Ostwestfalen. Damit startet das Forschungsprojekt REVIEW*, das von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Hochschule Osnabrück, niedersächsischen Gemüsebaubetrieben und EDEKA ins Leben gerufen wurde, in das letzte Projektjahr. Neu ist in diesem Jahr die Beteiligung eines dritten Erzeugerbetriebes, Gemüseanbau Biewener, der das Projekt gemeinsam mit den Erzeugerbetrieben Behr AG und Mählmann Gemüsebau GmbH & Co. KG mit Feldversuchen unterstützt. Gemüseanbau Biewener ist bereits seit mehr als 45 Jahren und mittlerweile in dritter Generation regionaler Lieferant der EDEKA Minden-Hannover.

Seit dieser Woche können die Kunden Blumenkohl, Brokkoli, Eisbergsalat und Kohlrabi aus dem düngerreduzierten Anbauverfahren erwerben und gleichzeitig aktiv etwas für den Gewässerschutz tun. Erste Ergebnisse des noch laufenden Projektes zeigen, dass die reduzierte Düngung der Gemüsekulturen Effekte auf Größe und Gewicht haben. Dabei entsprechen die Produkte den Qualitätsanforderungen für die Klasse I der gesetzlichen EU-Vermarktungsnormen. Allerdings weisen die Gemüsearten geringere Einzelkopfgewichte sowie hellere und kleinere Laubblätter auf als bei den konventionellen Stickstoff-Düngungsvarianten. „Unsere Kunden haben im vergangenen Jahr regelmäßig zu den weniger gedüngten Gemüsesorten gegriffen“, so Meral Grube, Spartenleiterin Obst und Gemüse bei der EDEKA Minden-Hannover. „Das freut uns natürlich. Zumal wir durch die Teilnahme am Projekt nicht nur einen Beitrag zum Gewässerschutz leisten, sondern auch ein Umdenken bei unseren Kunden hin zu mehr Lebensmittelwertschätzung erreichen möchten.“

Die sichtbare Qualität von Obst und Gemüse ist für Verbraucher ein wichtiges Kaufargument. Kunden sind heute Qualitätsstandards gewohnt, die über gesetzliche Vorgaben hinausgehen. Genau hier setzt das Forschungsprojekt REVIEW an. Die langfristigen Projektziele sind dabei die Reduktion der Stickstoffemission im Gemüseanbau sowie die Verringerung von Lebensmittelverlusten entlang der gesamten Wertschöpfungskette, d. h. auf dem Feld beim Erzeuger, über den Handel bis hin zum Verbraucher. Das Pilotprojekt ist bereits im März 2020 gestartet und läuft bis Ende 2023. (EDEKA)

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