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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
E-Commerce: DIY & Blumen verlieren
Die Umsätze für den gesamten E-Commerce mit Waren sind in den sechs Wochen von Anfang April bis 16. Mai 2022 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr um 6,7% gesunken. Von den Rückgängen betroffen sind sämtliche Warencluster mit Ausnahme von Waren des täglichen Bedarfs (z.B. Lebensmittel, Drogerie, Tiernahrung). Das Cluster konnte seine Online-Umsätze der schlechten Konsumstimmung zum Trotz um 4,1% steigern.
Stärkste Verlierer unter den Handelsbranchen sind von Anfang April bis Mitte Mai die Segmente DIY & Blumen (-15,2%), Auto, Motorad & Zubehör (-14,5%) und Elektroartikel (-14,4%) bzw. Heimcomputer samt Zubehör (-12,8). Am besten behaupten konnten sich die Segmente Bürobedarf (+11%), Heimtextilien (+9,6%) und Tierbedarf (+8,6%).
„Wir sehen derzeit zwei Effekte: eine Normalisierung der Umsätze gegenüber dem Hoch aus dem Vorjahr und einen Kriegs-Malus samt verunsicherter Verbraucher. Dass die Umsätze im gesamten Onlinehandel trotz Krise nur so schwach gesunken sind, zeigt die Resilienz der Branche in einem sehr angespannten wirtschaftlichen Umfeld“, erklärt Frank Düssler, Referent Presse und Öffentlichkeit beim bevh.
Markplätze und Pure Player widerstandsfähiger
Ein Grund für die rückläufigen Gesamtumsätze ist das Abschneiden der Multichannel-Händler (-11,7%), also der stationären Händler mit zusätzlichem Online-Vertrieb. Bereits vor Jahresfrist 2021 waren diese Händler „nur“ um 8,2% gewachsen, nachdem sie im Vergleichszeitraum 2020 noch ein Plus von 55% verbuchen konnten. Zum Vergleich: Der Gesamtmarkt hatte damals um 19,4% zugelegt. Ungeachtet des Umsatzrückgangs bleibt aber auch bei den Multichannel-Händlern der langfristige Wachstumstrend erhalten. Im Vergleich zum Jahr 2019 sind die Umsätze in der Pandemie um 49% gestiegen.
Marktplätze (-5,7%) und Online-Pure-Player (-3,7%) konnten ihre Umsätze im Erhebungszeitraum vergleichsweise stabil halten. Gegenüber dem Vergleichswert aus 2019 liegen die Onlinehändler im Jahr 2022 noch mit 23% im Plus.
Zwei Drittel der Deutschen mit mehr Lebensqualität dank E-Commerce
Auch wenn im gesamten E-Commerce derzeit Rückgänge verbucht werden, bleibt der langfristige Wachstumstrend der Branche intakt. Vergleicht man die Gesamtumsätze mit dem gleichen Zeitraum im Jahr 2019, kurz vor Ausbruch der Pandemie, schlägt ein Umsatzplus von 29,7% zu Buche. Dass sich das Verbraucherverhalten nicht grundlegend verändert hat, zeigt auch die Stimmung der befragten Kunden: Mindestens zwei Drittel (68,2%) der Onlineshopper (aller Altersgruppen) würde es als Einschränkung der Lebensqualität empfinden, nicht online bestellen zu können. Am stärksten ausgeprägt ist das Empfinden bei den 40-49jährigen und der Zielgruppe 60+. (bevh)

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