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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Durchwachsene Silphie: Leistungsvermögen optimal nutzen
Wie bleibt ihre Leistungsfähigkeit erhalten? Wie lässt sich die Pflanze nach Ende ihrer Standzeit effizient entfernen? Am TFZ haben Wissenschaftler im Projekt SilphieGuide darauf Antworten gefunden.
Die Durchwachsene Silphie ist eine alternative Energiepflanze für die Biogaserzeugung und kann als Dauerkultur jahrzehntelang genutzt werden. Damit sie dauerhaft leistungsfähig bleibt, müssen die mit der Ernte abgeführten Nährstoffe durch Düngung ausgeglichen werden. Eine nachhaltige Möglichkeit, um Stoffkreisläufe zu schließen, bietet die Düngung mit Gärresten. Wie Wissenschaftler des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) in Straubing herausgefunden haben, eignet sich die Schlitztechnik zur Ausbringung von Gärresten auch bei der Durchwachsenen Silphie. Alle Ergebnisse des Forschungsprojekts sind im TFZ-Bericht Nr. 89 veröffentlicht.
Bei der Gärrestdüngung werden die nährstoffreichen Rückstände aus Biogasanlagen gezielt auf dem Feld ausgebracht. In den Feldversuchen des TFZ in Straubing wurde u. a. die Ausbringung von Gärresten in Durchwachsener Silphie mittels Schlitztechnik untersucht. Dabei wird der Boden mit einer Scheibe geöffnet und der Dünger gezielt in den Schlitz eingebracht. „Auf diese Weise werden Ammoniakemissionen verringert und die Düngerwirkung verbessert“, erklärt Sebastian Parzefall, wissenschaftlicher Mitarbeiter am TFZ. Aufgrund des frühen Austriebs profitiert die Silphie wesentlich stärker von einer frühzeitigen Düngung im Frühjahr als beispielsweise Mais. Daher empfehlen die Wissenschaftler eine rechtzeitige Gärrestausbringung, um das Leistungsvermögen der Durchwachsenen Silphie optimal zu nutzen.
Als Dauerkultur bleibt die Durchwachsene Silphie über viele Jahre am Feld und entwickelt dabei tiefreichende Wurzeln. Doch wie lässt sich die Pflanze nach Ende ihrer Standzeit effizient entfernen? „Unsere Untersuchungen zeigen, dass ein Umbruch mittels Fräsen die beste Methode ist“, so Parzefall. Zudem wurde in den Versuchen festgestellt, dass nach dem Umbruch das Stickstoffangebot für die Folgekultur variiert. Auf sandigen Böden wurde Stickstoff schneller freigesetzt und stand damit den Pflanzen zur Verfügung. Lössböden hingegen stellten nach dem Umbruch von Silphie weniger Stickstoff für die Folgefrucht bereit. „Deshalb sollte die Düngung der Nachfrucht stets an den Bedarf angepasst werden“, empfiehlt Parzefall.
Das Forschungsprojekt wurde gefördert vom Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF). Die Publikation kann unter www.tfz.bayern.de kostenlos heruntergeladen werden.

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