Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

DUH: Schärfere Standards für Pestizidzulassungen gefordert

Anlässlich der morgigen Agrarministerkonferenz in Würzburg fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH), Natur- und Gesundheitsschutz bei der Zulassung von Pestiziden nicht weiter abzuschwächen.

Die Deutsche Umwelthilfe fordert von Ministern schärfere Gesundheits- und Umweltschutzstandards für Pestizidzulassungen. Bild: GABOT.

Zur Konferenz soll unter dem die vermeintlich prekäre Verfügbarkeit von Pestizidwirkstoffen thematisiert werden. Die DUH appelliert an die Agrarministerinnen und Agrarminister der Länder, sich gegen eine Deregulierung der Pestizidzulassung sowie für wirksame Umwelt- und Gesundheitsprüfungen einzusetzen. Gleichzeitig kritisiert die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation das Gesetz „Food and Feed Safety Omnibus – Omnibus X“ stark, das rechtswidrige Änderungen bei den Pestizid-Sicherheitsprüfungen vorsieht.

Dazu sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Während Industrie- und Agrarverbände über eine angebliche prekäre Zulassungssituation von Pestiziden klagen, verdeutlichen die neuesten Zahlen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit einen Pestizid-Rekordabsatz: 2025 wurden so viele Pestizidwirkstoffe verkauft, wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr. Allein der Absatz von Herbiziden nahm innerhalb eines Jahres um rund 26 Prozent zu, der von Fungiziden um rund 20%. Dass einige Agrarminister über zu wenig verfügbare Pestizide klagen, ist schlichtweg Augenwischerei. Wir appellieren an die Agrarministerinnen und Agrarminister, eine weitere Deregulierung der Pestizidzulassung zu stoppen sowie das Vorsorgeprinzip, die unabhängige Umweltprüfung und wirksame Alternativen zum chemisch-synthetischen Pflanzenschutz zu stärken – zum Schutz unserer Gesundheit, der Artenvielfalt und des Trinkwassers. Wir fordern von der Agrarministerkonferenz in Würzburg ein klares Signal: Gesundheits- und Umweltschutz müssen Vorrang haben, statt weiterer Erleichterungen für die Agrarchemie-Lobby.“

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