Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

DUH: Obst und Gemüse aus Spanien in deutschen Supermärkten

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die spanische Umweltorganisation Ecologistas en Acción decken in einem Bericht auf, wie sehr deutsche Supermarktkonzerne weiterhin mitverantwortlich für die Umweltzerstörung südspanischer Lagunen sind.

Bericht der Deutschen Umwelthilfe zeigt Verantwortung für Lagunen-Zerstörung. Bild: GABOT.

Die Einzelhandelsketten Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka und Lidl profitieren durch den massenhaften Einkauf von Billiggemüse und -obst von der ausbeuterischen Agrarwirtschaft in Südspanien – mit dramatischen Folgen für die sensiblen Lagunenlandschaften in den Regionen Murcia, Huelva und Almería. Die Unternehmen haben ihre Bemühungen für mehr Umwelt- und Naturschutz seit dem ersten Bericht aus dem Jahr 2023 kaum verstärkt. Allein Rewe verbesserte sich durch den ausgeweiteten Einsatz für den Erhalt der bedrohten Lagunen stark und zeigt damit, dass der Lagunenschutz auch für die anderen Supermarktketten möglich ist. 2023 gingen 29% aller spanischen Obst- und Gemüseexporte nach Deutschland.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Aldi Nord, Aldi Süd, Lidl und Edeka profitieren noch immer durch den Verkauf von Billiggemüse zulasten der Natur am Anbauort. Die ausbeuterische Landwirtschaft rund um die Lagunen in Spanien setzt auf intensiven Anbau mit teils illegaler Bewässerung und Massen an Kunstdünger. Die Supermarktketten sind damit direkt mitverantwortlich für die Zerstörung der Lagunen und ihrer bedrohten Arten wie dem Langschnäuzigen Seepferdchen. Wir fordern von allen deutschen Supermarktketten, nicht länger Obst und Gemüse aus dem Umfeld der Lagunen zu importieren und sich an der Renaturierung der natürlichen Filterflächen zu beteiligen."

Die intensive Agrarwirtschaft in Südspanien hat dramatische Folgen für bedrohte Lagunen. Neben zahlreichen regional spezifischen Problemen – wie der Verschmutzung durch Plastik in Almería und der teils illegalen Bewässerung in Huelva – gefährden hohe Düngemengen die Ökosysteme vor Ort. Besonders betroffen ist das „Mar Menor", Spaniens größte Salzwasserlagune. Aufgrund starker Bewässerung und übermäßigen Düngens gelangen zu viele Nährstoffe in die Lagune. Infolgedessen kam es bereits mehrfach zu Fischsterben. Auch die mediterranen temporären Lagunen von „Doñana" in Huelva und die Lagune „Adra" in Almería sind durch Nitrateinträge infolge der Düngung bedroht.

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