Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

DUH: Fordert sofortigen Umstieg auf Mehrwegpaletten

Anlässlich der am 27. Januar 2026 startenden Internationalen Pflanzenmesse in Essen fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Pflanzenhersteller und -händler auf, beim Pflanzentransport ab sofort den konsequenten Umstieg auf Mehrwegpaletten durchzuführen, um entsprechende EU-Vorgaben schnellstmöglich umzusetzen.

Das Euro Plant Tray (EPT). Bild: GABOT.

Die EU-Verpackungsverordnung schreibt den Einsatz von Mehrweg für intra- und innerbetriebliche Transporte ab 2030 verpflichtend vor. Da für einen flächendeckenden Einsatz von Mehrweglösungen jedoch ausreichend Vorlaufzeit benötigt wird, muss bereits jetzt gehandelt werden. Trotz eines bestehenden europäischen Mehrwegsystems Euro Plant Tray (EPT) setzen derzeit noch deutlich zu wenig Pflanzenerzeuger und -händler auf umweltfreundliche Mehrwegpaletten. Der Marktanteil liegt derzeit nur bei rund fünf Prozent.

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Unnötiger Verpackungsmüll muss in allen Bereichen vermieden werden – auch in der vermeintlich grünen Pflanzenbranche. Dennoch setzen insbesondere die großen Lebensmitteleinzelhändler wie Lidl, Aldi, Edeka oder Rewe beim Pflanzentransport auf Einwegpaletten – mit fatalen Folgen für die Umwelt. Jedes Jahr verbraucht die Branche europaweit bis zu 700 Millionen Wegwerfpaletten, allein 150 Millionen davon in Deutschland. Dadurch fallen große Müllmengen an, Ressourcen werden verschwendet und die Klimakrise vorangetrieben. Wenn die Handelsunternehmen nicht jetzt damit beginnen, die Nutzung von Mehrwegpaletten hochzufahren, dann werden sie europäische Vorgaben krachend verfehlen.“

Der Baumarktkonzern Hornbach geht als eines von wenigen Handelsunternehmen mit gutem Beispiel voran und hat inzwischen zwei Millionen Mehrwegpaletten des Mehrwegsystems EPT geordert. Auch andere Unternehmen wie Globus oder Bellaflora treiben die Verwendung von Mehrwegpaletten entschieden voran. Alle Händler sollten diesem Beispiel folgen und sich der europäischen Mehrweglösung EPT anschließen.

Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft der DUH: „Besonders enttäuschend ist Ikea: Dort setzt man nach wie vor auf umweltschädliche Einweg-Papplösungen und boykottiert den Einsatz von Mehrwegpaletten beim Pflanzentransport. Insbesondere Unternehmen wie Ikea, die sich als besonders nachhaltig inszenieren, müssen Verantwortung übernehmen und auf klimaschonende Mehrwegverpackungen umstellen. Wegwerfverpackungen aus Pappe sind keine ökologische Alternative und zudem für den Transport feuchter Pflanzen denkbar ungeeignet.“

Der Einsatz wiederverwendbarer Mehrwegpaletten führt zu weniger Müll, spart Ressourcen, bietet wirtschaftliche Vorteile und reduziert die CO2-Emissionen um bis zu 30%.

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