Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Düngerecht: Weitere Verzögerungen riskieren Klage der EU-Kommission

Bund und Länder müssen die Verhandlungen zum Düngerecht jetzt zügig zum Abschluss bringen, um die Einreichung einer Klage gegen Deutschland durch die EU-Kommission zu verhindern.

Bund und Länder müssen die Verhandlungen zum Düngerecht jetzt zügig zum Abschluss bringen, um die Einreichung einer Klage gegen Deutschland durch die EU-Kommission zu verhindern. Mit weiteren Verschärfungen würde jedoch das Gesetzgebungsverfahren für das neue Düngerecht weiter verzögert, erklärte der Deutsche Bauernverband im Rahmen der heutigen Anhörung zum Düngerecht im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag. Die vorliegenden Entwürfe für eine Novelle der Düngeverordnung und des Düngegesetzes werden nach Aussage des DBV gravierende Auswirkungen auf die Landwirtschaft und insbesondere die Tierhaltung in Deutschland haben. Die gute fachliche Praxis der Düngung werde dadurch deutlich verschärft, die Kosten für die Betriebe gesteigert und der Druck auf den Pachtmarkt weiter erhöht. Der von der Bundesregierung zur Notifizierung in Brüssel vorgelegte Entwurf zur Novelle der Düngeverordnung komme den Forderungen der EU-Kommission bereits weitestgehend entgegen, betonte der DBV.

Der DBV wies bei der Anhörung zudem darauf hin, dass die Düngeverordnung nicht alleine dem Gewässerschutz diene und eine ganze Reihe weiterer Instrumente zur Verbesserung der Gewässerqualität in Deutschland beitrügen. Die Anwendung von Agrarumweltprogrammen und Wasserkooperationen dürften nicht durch überzogene Verschärfungen im Ordnungsrecht ausgehebelt werden, gab der DBV zu bedenken. Mit Blick auf den von den Ländern geforderten Datenabgleich zwischen den Behörden betonte der DBV zudem, dass das Instrumentarium vorhanden sei, um Transparenz über Nährstoffanfall und -verwertung in Deutschland zu schaffen und regionale Problemstellungen zu lösen. Dieser Wunsch nach Transparenz der Länder sollte nach Meinung des DBV jedoch nicht in eine übertriebene Vorratsdatenspeicherung münden. Zudem sei die Politik gefordert, zunächst die praxistaugliche Ausgestaltung einer Hoftorbilanz im Detail zu erarbeiten, bevor diese für die Betriebe vorgeschrieben werde. (DBV)

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