Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Düngemittelkrise: EU-Kommission verabschiedet Stützmaßnahmen

Die Europäische Kommission hat Maßnahmen verabschiedet, um landwirtschaftlichen Betrieben angesichts stark steigender Düngemittelkosten zu helfen und die Ernährungssicherheit in Europa zu unterstützen.

In den vergangenen Monaten haben geopolitische Spannungen und Versorgungsunterbrechungen die Düngemittelpreise in ganz Europa in die Höhe getrieben. Bild: GABOT.

Diese Maßnahmen ergänzen das außerordentliche finanzielle Unterstützungspaket, das im Aktionsplan für Düngemittel angekündigt und am 27. Juli angenommen wurde.

Drei Hauptelemente

Zu den Maßnahmen gehören im Kern:

  • eine neue Liquiditätsregelung, die bis zu 65% aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) kofinanziert werden kann. Mitgliedstaaten können eine nationale Finanzierung bis zu 200% hinzufügen;
  • die Mitgliedstaaten bekommen die Möglichkeit, den Betrieben vor dem 16. Oktober Vorauszahlungen mit einem höheren Vorschusssatz zu gewähren. Das soll den Cashflow verbessern; 
  • schließlich werden die Mitgliedstaaten mehr Flexibilität haben, indem sie ihre Zuweisungen für Direktzahlungen für das Kalenderjahr 2027 anpassen. 

Hintergrund

In den vergangenen Monaten haben geopolitische Spannungen und Versorgungsunterbrechungen die Düngemittelpreise in ganz Europa in die Höhe getrieben. Gezielte Anpassungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) werden es den Mitgliedstaaten ermöglichen, Landwirte schneller und flexibler beim Zugang zu Düngemitteln zu unterstützen. 

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