Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Dümmen Orange: Reduziert CO2-Emissionen

Dümmen Orange produziert das Ausgangsmaterial für Dianthus-, Kalanchoe- und Poinsettia-Kulturen näher an den Absatzmärkten, wodurch die Luftfrachtstrecken kürzer werden und die CO2-Emissionen deutlich gesenkt werden.

Dümmen Orange reduziert Luftfrachtstrecken. Bild: Dümmen Orange.

Mit einem intelligenteren Ansatz für das Management der Lieferkette, konnte Dümmen Orange seine Luftfrachtkilometern deutlich verringern und damit CO2-Emissionen senken. Durch die räumliche Annäherung von Produktion und Absatzmärkten, sind deutlich weniger Flugkilometer nötig, um die Stecklinge aus den eigenen Produktionsbetrieben zu den Kunden zu bringen.

Im Jahr 2020 startete Dümmen Orange das sogenannte Footprint-Projekt, eine großangelegte Maßnahme, um die Lieferkette des Unternehmens zu optimieren und die ökologischen Auswirkungen des Lufttransports deutlich zu reduzieren.

Benjamin Goepferich, Regionaldirektion Afrika, erläutert: „Der Ausgangspunkt unseres Footprint-Projekts war die Vereinfachung und Verkürzung der Luftfrachtrouten. 2020 haben wir damit begonnen, einen Teil unserer Mutterpflanzenbestände von Mittelamerika nach Afrika zu verlegen. Der Schwerpunkt der Operation lag jedoch auf der Verlagerung eines Produktionsvolumens von rund 57 Millionen Stecklingen aus El Salvador und Guatemala nach Kenia. Außerdem wurden einige Mutterpflanzenbestände von Tansania nach Guatemala umgesiedelt. Einen Großteil der Kunden in Nordamerika beliefern wir nun aus unseren Produktionsstandorten in Mittelamerika und unsere europäischen Kunden werden aus Afrika versorgt. Dadurch können wir die Zahl langer, umweltbelastender Überseeflüge von Afrika nach Amerika und von Mittelamerika nach Europa auf ein Minimum reduzieren.“

Qualitätsgewinn

Jede von Mittelamerika nach Afrika verlegte Kultur führt zu einer Streckenreduzierung von rund 3.000 Kilometern bei jedem Flug nach Europa. Bei den Kulturen, die von Afrika nach Mittelamerika verlagert wurden, liegen die Einsparungen sogar bei 11.000 Kilometern pro Flug. Benjamin Goepferich: „Uns liegen die Daten der letzten Produktionssaison vor, die gerade abgeschlossen ist. Wir habe von Kenia aus fast 25 Millionen Stecklinge nach Europa geliefert, die in der Vergangenheit aus Mittelamerika kamen. Das sind etwa 37 Tonnen... das Gewicht von mehr als zehn afrikanischen Elefantenkühen. Eine beeindruckende Zahl, besonders wenn man bedenkt, wie klein und leicht unsere Stecklinge sind.“

Neben den Vorteilen für Umwelt, führt das Footprint Projekt auch zur Verbesserung der Qualität. Benjamin Goepferich: „Kürzere und einfachere Transportwege, ohne Zwischenumschlag an den Flughäfen, ermöglichen uns ein besseres Management der Kühlkette. Und das kommt der Qualität unserer Produkte zugute.“ (Dümmen Orange)

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