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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
dti: Tiefkühlwirtschaft spricht sich für Nutri-Score aus
Der Vorstand des dti hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, den Mitgliedern die Einführung der Nutri-Score-Kennzeichnung auf freiwilliger Basis zu empfehlen, vorausgesetzt die Bundesregierung schafft dafür die nötigen rechtlichen Voraussetzungen mit einer Notifizierung bei der EU. In Frankreich wurde in wissenschaftlichen Untersuchungen bereits nachgewiesen, dass der Nutri-Score den Verbrauchern ein einfaches Verständnis und übersichtliche Orientierung bietet. Ab Mitte Juli will das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Verbraucher zu verschiedenen Modellen für eine vereinfachte, erweiterte Nährwertkennzeichnung befragen.
Nutri-Score ist klarer Favorit
Die Empfehlung des dti-Vorstandes basiert auf dem Ergebnis einer Mitgliederbefragung, die im Juni 2019 durchgeführt wurde. Die dti-Mitgliedsunternehmen favorisieren darin mit deutlichem Abstand das Nutri-Score-Modell. 83% der befragten Unternehmen attestieren dem Nutri-Score eine gute Schulnote, der damit im Vergleich am besten abschneidet. Mehr als die Hälfte (57%) der befragten Unternehmen können sich zukünftig eine Anwendung auf ihren Verpackungen vorstellen.
Tiefkühlindustrie liefert aktiven Beitrag zu einem verbesserten Ernährungsverhalten
Mit der Empfehlung des Nutri-Score, der auch von Gesundheits- und Verbraucher-verbänden gefordert wird, setzt die Tiefkühlwirtschaft ein klares Signal für Transparenz. Angesichts der gesellschaftlichen Debatte und dem gestiegenen Wunsch der Verbraucher nach einer einfachen, klaren Orientierung beim Lebensmitteleinkauf leistet der Industrieverband so einen wichtigen Beitrag zur Förderung einer ausgewogenen Ernährung.
Erfolgsfaktor Nummer 1 ist die Beteiligung vieler Unternehmen
Genauso wichtig wie die Einbeziehung der Verbrauchermeinung in die politische Entscheidungsfindung, ist für das dti die Akzeptanz eines Modells bei den Unternehmen. Mit einer möglichst großen, freiwilligen Beteiligung wird es erst möglich, dass zukünftig auf den Vorderseiten möglichst vieler Lebensmittelverpackungen eine einheitliche, erweiterte Nährwertkennzeichnung zu sehen sein wird und somit viele Verbraucher erreicht werden können. Der Nutri-Score bietet zudem den Unternehmen einen Anreiz zur Überarbeitung von Rezepturen und liefert damit einen wichtigen Beitrag für die bereits eingeleitete Reduktionsstrategie des BMEL.
Europäische Lösung verringert Komplexität und ermöglicht eine schnelle Einführung
Die Tiefkühlwirtschaft sieht zum aktuellen Zeitpunkt nur im Nutri-Score die Chance, in der EU eine länderübergreifende Kennzeichnungslösung zu etablieren und eine deutsche Insellösung zu vermeiden. Neben Frankreich und Belgien bereiten bereits Spanien, Portugal, Luxemburg und die Schweiz eine Einführung vor. In weiteren Kernländern wie den Niederlanden ist die Diskussion ebenfalls weit fortgeschritten. Laut der dti-Umfrage hat eine weitreichende EU-Einsetzbarkeit für die Tiefkühlhersteller oberste Priorität. Gerade deutsche Unternehmen sind in den wichtigen europäischen Märkten gut vertreten, verschiedene Systeme in der EU würden die Kosten und die Komplexität der Verpackungen unnötig erhöhen.
Appell an die Bundesregierung
Die Tiefkühlbranche ist mit einem Umsatz von 14 Mrd. Euro einer der fünf großen Zweige der Ernährungsindustrie in Deutschland. An die Bundesregierung richtet das dti die Bitte, den Nutri-Score für Deutschland zu notifizieren und damit den Weg zu ebnen für eine zügig umsetzbare Lösung im Interesse der Menschen und der Wirtschaft in Deutschland. (dti)

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