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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
DSMZ: Kichererbse in Gefahr
Erstmalig konnten die Forschenden nachweisen, dass das Superfood mit verschiedenen Pflanzenviren infiziert ist. Die Ergebnisse publizierten die Forschenden jüngst in der renommierten Fachzeitschrift Journal of Plant Diseases and Protection.
Pflanzenviren gefährden den Anbau von Kichererbsen
Das Forschungsteam bestehend aus Experten der Abteilung Pflanzenviren des Leibniz-Institut DSMZ, dem Julius Kühn-Institut (JKI) und dem Leibniz-Institut für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) hat über zwei Jahre verschiedene Kichererbsenfelder in Sachsen-Anhalt und Brandenburg untersucht. Dabei entdeckten sie erstmals in Deutschland das Pea necrotic yellow dwarf virus (PNYDV) in Kichererbsen – ein Virus, das bereits in anderen Hülsenfrüchten wie Erbsen vorkommt und dort zu erheblichen Ertragsausfällen führen kann. Die Infektionen äußerten sich beispielsweise durch Gelbfärbung der Blätter oder Wachstumshemmungen. Besonders alarmierend war die Häufigkeit von Mehrfachinfektionen, bei denen Pflanzen gleich von mehreren Viren betroffen waren. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Kichererbse in Deutschland einem hohen Infektionsdruck ausgesetzt ist – insbesondere, wenn sie in der Nähe von Erbsenfeldern angebaut wird, die ebenfalls von diesen Viren befallen sein können. Diese ersten Funde verdeutlichen, dass der Anbau von Kichererbsen in Deutschland nicht ohne Herausforderungen ist", fasst Dr. Björn Krenz, Leiter der Abteilung Pflanzenviren an der DSMZ, zusammen.
Die Zukunft der Kichererbse in Deutschland
Die Erkenntnisse der Studie sind ein wichtiger Schritt, um zukünftig widerstandsfähigere Kichererbsensorten zu entwickeln und integrierte Pflanzenschutzstrategien zu erarbeiten. Denn um den wachsenden Bedarf an regional produzierten Kichererbsen langfristig zu decken, braucht es robuste Pflanzen, die sich gegen Viren behaupten können. „Unsere Forschung zeigt einmal mehr, wie essenziell die Zusammenarbeit zwischen Forschungsinstituten wie der DSMZ, dem ZALF und dem JKI ist, um praxisnahe Lösungen für die Landwirtschaft zu entwickeln", resümiert Pflanzenvirologe Björn Krenz. Zukünftige Forschungen sollen sich verstärkt darauf konzentrieren, resistente Kichererbsensorten zu identifizieren und alternative Anbau- sowie Bekämpfungsstrategien zu testen. Ein vielversprechender Ansatz könnte die gezielte Züchtung von virusresistenten Sorten sein, kombiniert mit dem Einsatz natürlicher Feinde von virusübertragenden Insekten. Dabei könnte ein gezieltes Screening auf Virustoleranz bereits in frühen Züchtungsstadien helfen, anfällige Sorten frühzeitig auszuschließen. Ebenso wäre ein Virus-Screening von Kichererbsenmarktsorten sinnvoll, um Landwirten fundierte Auswahlkriterien für widerstandsfähige Sorten an die Hand zu geben. „Angesichts der steigenden Nachfrage nach regional produzierten Hülsenfrüchten wird es entscheidend sein, dass Politik, Wissenschaft und Landwirtschaft eng zusammenarbeiten, um eine nachhaltige Produktion zu ermöglichen" wünscht sich Krenz abschließend. Die aktuellen Forschungsergebnisse liefern eine wichtige Grundlage für künftige Maßnahmen, denn gesunde Pflanzen sind die Basis einer erfolgreichen Landwirtschaft.

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